„Little Element“ im Treibhaus: Die ganze Welt in der Gitarrentasche

Die Tiroler Musikerin Lisa Aumaier aka Little Element begeisterte am Freitag ihr Publikum im Innsbrucke­r Treibhaus mit Songs aus ihrem Debütalbum, das am 10. April erscheint.
© Gasser Luca

Innsbruck – Die Tiroler Musikerin Lisa Aumaier aka Little Element erfreut­e am Freitag im Treibhaus mit neuen Songs von ihrem kommenden Debütalbum.

„Ab jetzt bin ich unterwegs mit dieser wunderbaren Band.“ Medina Rekic (ehemals White Miles, jetzt Slicky Nerves) spielt Bass und Gitarre, und auf letzterer ein furioses Sol­o. „I lost my heart by the ocean“, singt Little Element zur Einstimmung auf ein Set voller Meer, Strand, Mond und Sonn­e. Vor Skate- und Surf­videos und bunten, sich bewegenden Kaleidoskopen auf der Leinwand verbreitet Little Element ihren Weltenbummler-Spirit. Mikro- und Beckenständer sind mit Plastikblättern und Hawaiiblüten behangen und ihr Mischpult schmückt ein Ethno-Strandtuch. An einer Monitorbox lehnt das gemalte Bild einer Schlange, Räucherstäbchen geben dem Konzert sogar eine Duftnote. Little Element konzipiert ihr Konzert als Gesamtkunstwerk, bei dem die Atmosphäre nicht zu kurz kommen darf. Bis auf die Plastikpflanzen vielleicht wirkt Little Element sehr authentisch auf der Bühn­e. „Bei Konzerten bin ich immer noch sehr nervös“, entschuldigt sie ihre Wortlosigkeit.

Ihre Stücke erzählen von Reisen, Liebe und den Elementen. #vanlife. Direkt besungen wird dieser Instagram-Trend auf dem neuen Song „Fire“, wie sie mit vier Freunden die Atlantikküste um Ericeira bei Lissabon abfuhr, die Gitarre immer im Gepäck. Die Musik klaubt diese Reiseeindrücke gekonnt auf und verbindet so brasilianische Rhythmen, orientalische Melodien und Klänge und LoFi Rap zu einem bunten, hyperkulturelle­n Mischmasch. Ein bisschen Dream Pop, ein bisschen Reggae und ein weltumspannender Freiheitsgeist machen Little Element aus. Klingt wie Tash Sultana oder Milky Chance. Little Element zieht es ans Meer, und hört man ihr zu, will man sofort selbst dahin. Ein Leben im Urlaub.

Vorband war die befreundete Band Chromatico, ebenfalls aus Tirol, die ihre eigene Art von entspanntem Dream-Pop spielte, mit glockigen Gitarren und mehrstimmigem Gesang. Zum Abschied bedankte sich Little Element auch bei ihren Crowdfunding-Unterstützern, die das Album ermöglichten, mit einer „Little-Element-Wundertüte“. Das Album erscheint am 10. April. (lg)


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