Tiroler Blasmusikanten setzen auf Umweltschutz

Die Funktionäre blicken auf ein äußerst ereignisreiches Jahr zurück und wollen sich den Herausforderungen der Zukunft stellen.

Der Tiroler Blasmusikverband mit Präsident Landeshauptmann Günther Platter tagte am Sonntag in Kirchberg.
© Michael Mader

Von Michael Mader

Kirchberg i. T. – „Ihr seid eine wichtige Stütze und ihr begleitet das kulturelle und gesellschaftspolitische Leben in der Gemeinde. Was wäre das Leben ohne Musik – langweilig, düster und leer“, machte Helmut Berger, Hausherr und Bürgermeister von Kirchberg, den Anwesenden bei der Generalversammlung des Blasmusikverbands Tirol (BVT) ein schönes Kompliment.

Landesrat Johannes Tratter bemühte in seinen Grußworten Aristoteles: „Im Wesen der Musik liegt es, Freude zu bereiten.“

Hinter dem Verein liegt ein weiteres ertrag- und erfolgreiches Jahr mit unzähligen Ausrückungen. Das betonte Landeshauptmann Günther Platter, der als Landesverbandspräsident durch die Tagesordnung führte. Alleine im Maximilianjahr 2020 sind es 250 Veranstaltungen unter der Mitwirkung zahlreicher Tiroler Musikkapellen. Landesverbandsobmann Elmar Juen verwies in diesem Zusammenhang auch auf eine Auftragskomposition des BVT an Florian Bramböck. „Kaiser Maxens liebstes Steckenpferd“ steht für alle als Download zur Verfügung.

In ihren Berichten erwähnten Landeskapellmeister Rudolf Pascher, Landesstabführer Robert Werth und Landesjugendreferent Martin Waldner die fünf Bezirkswertungsspiele, den Tiroler Kapellmeistertag, die Stabführerprüfungen und den Bundesbewerb des Jugendblasorchesters. Bei Letzterem gewann „Landeck Wind“ das JBO der LMS Land­eck.

„Ich bin überzeugt, dass es viele Kapellen in Tirol gibt, die preiswürdig sind, sich aber noch nicht beworben haben“, warb Juen für den Tiroler Blasmusikpreis, der in drei Kategorien vergeben wird und für den man sich noch bis zum 20. Mai bewerben kann.

Aber auch neuen Zukunftsthemen will sich der BVT stellen. „Das Thema Nachhaltigkeit wird immer präsenter. Was können wir tun?“, fragt sich Juen. Man müsse nicht zu allen Veranstaltungen mit dem Auto fahren. Im Landesverband gebe es bereits Fahrgemeinschaften und Funktionärssitzungen würden zusammengelegt.

Zudem wolle man in Zukunft möglichst viele „Green Events“ abhalten. Juen: „Besonders das Jugendreferat ist schon mitten in der Umsetzung.“

Finanziell steht der Blasmusikverband Tirol gut da, wie der Bericht des Finanzreferenten Markus Schlenck ergab. Einnahmen von knapp über einer Million Euro stehen fast ebenso vielen Ausgaben gegenüber.

Mit dem Hilfsfonds des BVT – dort zahlt jeder Musikant einen Euro pro Jahr ein – wurden im abgelaufenen Vereinsjahr sechs Personen unterstützt. „Das hat sich leider sehr bewährt, obwohl es uns allen lieber wäre, wenn wir das Geld nicht verwenden müssten“, sagte Schlenck.

Elmar Juen, Rudolf Pascher, Martin Waldner und Robert Werth (von links) lieferten ihre Berichte bei der Generalversammlung ab.
© Michael Mader

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