Appelle aus allen Richtungen zum 109. Frauentag

Zum 109. Mal wird am Sonntag der Internationale Frauentag für mehr Gleichberechtigung begangen. In Österreich nützen Parteien und Organisationen den Anlass zum Deponieren ihrer Forderungen, vor allem zum Thema Gewaltschutz. Nicht ohne Grund: Seit Beginn des Jahres wurden in Österreich bereits sechs Frauen getötet, im vergangenen Jahr waren es 34.

Frauenministerin Susanne Raab (ÖVP) hat zuletzt versprochen, zwei Millionen des Frauenbudgets in den Gewaltschutz zu investieren. „Bei Gewalt gegen Frauen gilt für mich null Toleranz“, teilte sie im Vorfeld des Weltfrauentags mit. Gewaltschutzorganisationen fordern schon lange eine Aufstockung der Maßnahmen gegen Gewalt an Frauen, fordern allerdings deutlich mehr als die von der Regierung zuletzt angekündigte Budget-Aufstockung.

Viele Veranstaltungen fanden bereits in den Tagen vor dem Frauentag statt, aber auch am Sonntag tut sich einiges. Die SPÖ-Frauen zum Beispiel begehen den Tag mit einer Sondervorführung der aktuellen Dokumentation über Johanna Dohnal im Wiener Gartenbaukino. Das Haus der Geschichte Österreich bietet eine Themenführung unter dem Titel „In Bewegung bleiben. Kämpfe von Frauen um Teilhabe und Gleichberechtigung“ an.

Die Einrichtung des Frauentags geht auf einen Streik von Textilarbeiterinnen 1908 in den USA zurück. Laut den Vereinten Nationen haben dabei Frauen in New York gegen die schlechten Arbeitsbedingungen protestiert. Am 19. März 1911 fand in Wien die erste große Demonstration für die Rechte der Frauen statt.

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