Themenweg und Gaiskogel im Kühtai auf Schiene gebracht

Ein alter Schlepplift in Kühtai wird durch die Gaiskogelbahn ersetzt und dem Themenweg bei der Mühle wurde die Zustimmung erteilt.

Die neue Gaiskogelbahn ersetzt bald einen alten Schlepplift in Kühtai.
© Visualisierung: Design und Konstruktion Neurauter

Von Agnes Dorn

Silz –Bei der Vorstandssitzung des Regionalmanagements Imst wurde u. a. der Silzer Themenweg „Vom Korn zum Brot“ mit einer 65-prozentigen Förderquote beschlossen.

Konkret geht es darum, einen Themenweg von der Gemeindemühle bis zum Wasserfall mit mehreren Stationen zu gestalten. Die Mühle Silz wird als Ausgangspunkt miteinbezogen. An überdimensionalen Geräten wie Rechen, Sense oder Mühlstein wird am Spazierweg durch den Wald dann die Geschichte vom Getreide über das Mehl bis zum Brot spielerisch vermittelt. Unterhalb des Silzer Wasserfalls sollen durch einige Adaptierungen künftig auch Theaterstücke oder Platzkonzerte aufgeführt werden können, wie Vize-BM Daniela Holaus erläutert.

Container könnten die Ausschank- und Sanitärproblematik lösen. Ein bereits bestehender kleiner Tümpel soll gefasst und mit Frischwasser gespeist werden. Die jüngsten Besucher des „Mühlenweges“ sollen einen Sandplatz und weitere Spielmöglichkeiten vorfinden. Die neue Leitfigur Jakob (der letzte Silzer Müller war Jakob Bachnetzer, Anm.) vermittelt auf kindgerecht gestalteten Schautafeln die Brot­erzeugung.

Nach einstimmigem Gemeinderatsbeschluss wurde der Auftrag nun an eine Spezialfirma vergeben, die bereits gemeinsam mit GR Desiree Kopp, GR Peter Föger und der Vizebürgermeisterin ein Konzept ausgearbeitet hat. Die Umsetzung wird auf rund 350.000 Euro geschätzt. Im heurigen Budget sind bereits 200.000 Euro veranschlagt, abzüglich der Förderung wird man also gut im veranschlagten Rahmen liegen.

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Zu einer regen Diskussion führte indes die Frage, welchen Preis man von den Kühtaier Bergbahnen für zwei Grundstücke verlangen sollte. Darauf sollen die Tal- sowie die Bergstation der geplanten neuen Gaiskogelbahn, anstelle des alten Schlepplifts, errichtet werden. „Ein Erwerb wäre nicht zwingend notwendig. Der Bau wäre auch im Zuge eines Servituts möglich“, stellte GR Willi Mareiler, der auch Betriebsleiter der Kühtaier Bergbahnen ist, in den Raum. Einigen Gemeinderäten war indes Mareilers Doppelrolle „als Bauwerber und Obmann des Bauausschusses“ in der Causa ein Dorn im Auge. „Ich sitze hier als Vorstandsmitglied und kann das sehr gut trennen“, wehrte sich Mareiler, der sich der Abstimmung enthielt.

GR Peter Föger verwies auf den bei dem jüngsten Grundstücksverkauf verrechneten Infrastrukturbeitrag. Diesen wolle man nicht von den Bergbahnen einheben und verstoße so gegen den Gleichbehandlungsgrundsatz. „Die Bergbahnen setzen sich sehr für die Infrastruktur ein und übernehmen viele Aufgaben der Gemeinde. Ich hab darum kein Problem, dass wir hier keinen Infrastrukturbeitrag verlangen“, so Vize-BM Holaus.

Schlussendlich stimmte man mehrheitlich für einen Kaufpreis von 100 Euro pro m² für das Tal- und 10 Euro für das Bergstationsgrundstück.


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