Dritte X6-Generation von BMW: Ein Dickschiff mit schlanker Linie

Pompös tritt auch die dritte X6-Generation von BMW auf, doch sie fährt sich leichtfüßig wie eh und je.

Stilprägend: Seit zwölf Jahren gibt BMW mit dem X6 den Ton bei den SUV-Coupés an.
© Markus Höscheler

Thaur –Eine ungefähre Zahl ist ein starkes Argument für den X6. BMW hat von diesem Fahrzeug weltweit bisher eine knappe halbe Million Einheiten verkauft. Den Münchnern ist dies in einem Zeitraum von zwölf Jahren gelungen, und das mit einem mutigen, polarisierenden Design: Denn der X6 begründete praktisch die Nische SUV-Coupés. Es galt, eine hohe Sitzposition mit einer erhöhten Bodenfreiheit, einem sportlichen Fahrverhalten und einer coupéförmigen Karosserie zu einem harmonischen Ganzen zu fügen. Disharmonie gab es zwar auch, in Form kritischer Äußerungen von Medien und Autointeres­sier­ten. Aber die Nachfrage war sofort eine hohe – und sie hielt an. BMW ließ nicht nur eine zweite Generation nachfolgen, sondern Ende vergangenen Jahres auch eine dritte. Von der Grundform ging das Unternehmen nicht ab, es bleibt bei einem kraftorientierten, breiten Auftritt mit einer Neuinterpretation des Kühlergrills, bei einer nochmals etwas eleganter ausgeführten Coupé-Dachlinie und einem adretten Heckabschluss.

Nicht minder erfreulich ist das dynamische Fahrverhalten, zelebriert vom Testauto X6 M50d. Zwar hatten wir es hier mit einem 2,3 Tonnen schweren, 4,94 Meter langen Fahrzeug zu tun, doch ein 400 PS starker Dreiliter-Sechszylinder-Turbodiesel samt vier Turboladern macht aus dem dicken Schiff quasi ein gefühltes Speedboat: In 5,2 Sekunden beschleunigt das Triebwerk dank 760 Nm maximalem Drehmoment und einem wachsamen Allradantrieb von null auf 100 km/h. Aufgrund des Radstandes von fast drei Metern ist genügend Fahrkomfort für alle Insassen vorhanden. Um sich das beeindruckende Fahrerlebnis, gekoppelt mit luxuriösem Interieur, leisten zu können, braucht es allerdings ein dickes Finanzpolster. (hösch)

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