Schwaz plant für Anrainer Ballsportanlage um

Laut Gemeinderatsbeschluss soll die Ballsportanlagen im Osten des Schwimmbades zusammengefasst werden.

  • Artikel
  • Diskussion (1)
Einer der Anrainer wohnt zwischen dem Ballspielplatz (links) und dem Badelärm. Er ist froh über eine Umplanung des Platzes
© Vogler

Von Eva-Maria Fankhauser

Schwaz –Für die Anrainer des Schwazer Erlebnisbades war es ein Schock. Wie die TT berichtete, sollten laut Gemeinderatsbeschluss die Ballsportanlagen im Osten des Schwimmbades zusammengefasst werden. Genau dort, wo die einzigen Anrainer des Areals wohnen. Mit ihnen wurde das Projekt aber nicht besprochen.

Für die Anrainer ist unverständlich, warum sich nur eine Mandatarin – Eva-Maria Moser (FP) – für den Anrainerschutz in der Sitzung starkmachte. Immerhin bedingt das Wohnen direkt am Erlebnisbad für die Schwazer Einschränkungen im Alltag und permanenten Lärm während der Betriebszeiten. Rasenmähen bei Sonnenschein sorgt für Beschwerden der Badegäste. Täglich landen Bälle und Müll in den angrenzenden Gärten. „Ich wohne seit 55 Jahren hier und habe den Lärm akzeptiert, dass die Jugendlichen einen Platz brauchen, ist klar“, sagt einer der Anrainer, Roman Vogler. Doch er erklärt auch, dass eine Erweiterung der Ballsportanlage für die Anwohner eine zusätzliche Belastung dastelle. Das sei zu viel.

Das sieht mittlerweile auch das Sportamt der Stadt so. Man bemühe sich um eine Alternative. „Wir sind dabei umzuplanen. Der derzeitige Ballspielplatz wird zum Spielplatz für Kleinkinder mit Sandkiste und Balancier- oder Kletterelementen“, erklärt Sportamtsleiter Thomas Hatzl. Der geplante Funcourt zum Fuß- oder Basketballspielen sowie Tischtennis- und Wuzzlertische kommen woanders hin. Eine Möglichkeit sei im Bereich der angrenzenden Hochgarage, wo auch keine Anrainer wohnen. Sportreferent und GV Matthias Zitterbart versteht den Wirbel um den geplanten Standort nach wie vor nicht. Aber man habe sich des Themas angenommen und sehe sich Alternativen an.

Die Anrainer atmen auf und sind froh, dass seitens der Stadt nun umgeplant und Rücksicht genommen wird.

150 x Jahres-Vignette 2022 zu gewinnen

TT-ePaper gratis ausprobieren, der Gratiszeitraum endet nach 4 Wochen automatisch.


Kommentieren


Schlagworte