Produktion stoppt europaweit, Werke bleiben zu

VW und andere deutsche Großkonzerne stellen ihre Produktion ein. Auch Airbus und die voestalpine schließen Werke.

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VW wird seine Mitarbeiter in Kurzarbeit schicken.
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Wolfsburg, Toulouse, Graz –Von Volkswagen und Audi über Ford und Opel bis zu Airbus und der voestalpine: Die Coronavirus-Pandemie erwischt nun auch mit Wucht Flaggschiffe der Industrie. Bänder stehen für Tage oder Wochen still. Begründet wird das teils mit sinkender Nachfrage und Störungen in Lieferketten, aber auch mit dem Schutz der Belegschaften vor Corona-Infektionen.

Europas größter Autobauer Volkswagen kündigte an, die meisten deutschen und europäischen Werke zunächst für zwei bis drei Wochen stillzulegen. Der Produktionsstopp wird sich auch auf zahlreiche österreichische Zulieferbetriebe massiv auswirken. In Deutschland arbeiten rund 275.000 Menschen für den Riesenkonzern. Die Folgen der Produktionsunterbrechungen für die Mitarbeiter will Volkswagen durch Kurzarbeit abfedern. Der VW-Betriebsrat hatte Druck gemacht, die Produktion auszusetzen. Während im Bürobereich bei VW Abstandsgebote wegen der Pandemie gelten, arbeiteten die Kollegen an den Produktionsbändern weiter Schulter an Schulter. Die VW-Töochter Audi und Skoda folgen dem Beispiel der Mutter:

Opel fährt die Produktion in seinem Stammwerk Rüsselsheim herunter, Ford wird ab Donnerstag an den deutschen Standorten sowie anderen Standorten in Europa die Bänder anhalten. Auch Daimler setzt einen Großteil seiner Produktion in Europa aus. Das gelte zunächst für zwei Wochen.

Der Flugzeug- und Rüstungskonzern Airbus setzt seine Produktion in Frankreich und Spanien für den Rest der Woche aus. Der Stopp dauere vier Tage, teilte das Unternehmen mit. Das Unternehmen will nun schnell neue Sicherheits- und Hygienemaßnahmen umsetzen.

Der Stahlkonzern voestalpine prüft gerade, welche Werke in der Steiermark geschlossen werden müssen. Mehrere große steirische Betriebe haben hingegen bereits geschlossen oder die Produktion eingestellt: Magna Steyr stoppte gestern die Fahrzeugproduktion für zwei Wochen. (APA, Reuters, dpa, TT)


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