Pink leuchtender Gruß vom landesmusealen Dach

Christoph Hinterhubers 56 Meter lange, aus 90 Zentimeter hohen Buchstaben und Zeichen bestehende Neon-Installation ist von der Brücke der alten Hungerburgbahn auf das Dach des Ferdinandeums übersiedelt.
© TLM

Innsbruck – Christoph Hinterhubers von der Brücke der alten Hungerburgbahn leuchtende Installation „de-decode de-recode re-decode re-recode“ ist vor etwa eineinhalb Jahren infolge von Vandalenakten das Licht ausgegangen. Die Befürchtung, dass das wohl endgültig sein wird, hat sich erfreulicherweise nicht bewahrheitet. Leuchtet die 56 Meter lange, aus 90 Zentimeter hohen Buchstaben gebildete Neonschrift nun doch allnächtlich vom Dach des Ferdinandeums.

Um auf diese Weise das Museum, das derzeit nicht betreten werden darf, als Ganzes in so etwas wie eine riesige Skulptur zu verwandeln. Sozusagen als Kunst gewordenes, weithin sichtbares Zeichen in Corona-geschüttelten Zeiten.

Die Initiative, die 2013 vom Land Tirol angekaufte, aus 32 pinken Buchstaben und vier weißen Bindestrichen bestehende Neon-Installation Hinterhubers auf das landesmuseale Dach zu übersiedeln, ging von Florian Waldvogel, dem Kustos der Modernen Sammlungen, aus. Um nun zwei Wochen früher als geplant bis zum geplanten Umbau des Museums hierzubleiben. In komplett neuer, in Abstimmung mit dem Denkmalamt für den Ort konfigurierter Form. Um wie über dem Dach schwebend ihre nicht eindeutig dekodierbare Botschaft in den öffentlichen Raum zu senden.

Da BesucherInnen derzeit nicht ins Tiroler Landesmuseum kommen können, kommt das Museum zu ihnen. Über Facebook, Instagram, YouTube und Twitter wird virtuell durch diverse museale Sammlungen geführt, erzählen SammlungsleiterInnen von ausgewählten Meisterwerken, gibt es Mitmachvideos für die ganze Familie. Und die beliebte Mittagsmeditation wurde vom Ferdinandeum auf YouTube verlegt. (schlo)

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