Grundeigentümer kappt Radweg ins Kirchberger Aschau

Verbindung von Kirchberg ins Spertental ist gesperrt. TVB und Gemeinde überlegen rechtliche Schritte.

Der Rad- und Wanderweg in die Aschau ist derzeit gesperrt.
© Angerer

Von Harald Angerer

Kirchberg – Die Radverbindung von Kirchberg in den Ortsteil Aschau ist nicht nur für die Touristiker wichtig. Auch Einheimische nutzen den Radweg sehr gerne. Doch nun ist der Weg unterbrochen, ein Grundstückseigentümer hat seinen Teil gesperrt. Dazu hat er von seinem Rechtsanwalt ein Schreiben an den Tourismusverband Brixental verfassen lassen. Der Grundstücksbesitzer vermisse jegliche Einsicht der Gemeinde Kirchberg was sein Bauvorhaben mit Mitgesellschaftern betrifft. Deshalb sperre er nun den Radweg.

„Das ist ein alter Hut. Wenn ich von der Gemeinde etwas nicht bekomme, erpresse ich halt den Tourismusverband“, sagt TVB-Geschäftsführer Max Salcher zu der Sache. Die Vorgangsweise des Eigentümers sei nicht nachvollziehbar und „dumm“, wie es Salcher bezeichnet. Auch Bürgermeister Helmut Berger kritisiert die Vorgangsweise des Grundbesitzers. Das ist so nicht in Ordnung“, sagt Berger und erklärt, dass man auch auf anderen Wegen in die Aschau kommen würde.

Sowohl TVB als auch Gemeinde betonen, dass man rechtliche Schritte gegen die Sperre in Erwägung zieht. „Das können und dürfen wir uns nicht gefallen lassen. Denn das ist nicht das erste und wird auch nicht das letzte Mal sein, dass ein Grundbesitzer so etwas versucht“, sagt Salcher und auch Berger betont: „Es kann nicht sein, dass Grundstücksangelegenheiten der Gemeinde mit Vereinbarungen mit dem TVB vermischt werden. Die Gemeinde wird sich da sicher nicht erpressen lassen.“

Es werden als Nächstes rechtliche Schritte überlegt. Einen guten Ansatz sehen beide im Wasserschutz. Denn der Weg gilt auch als Betreuungszufahrt für den Wasserbau. „Hier müssen wir also klären, ob der Weg überhaupt so einfach gesperrt werden kann“, meint der Bürgermeister. Er sei aber nach wie vor zu Gesprächen bereit. Ein Nachgeben bei den Forderungen des Grundbesitzers in dessen Bauangelegenheit sieht Berger allerdings nicht als Option.

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