Südtiroler Problembär meldet sich aus Winterschlaf zurück

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Bozen – In der Gemeinde Truden, im südlich von Bozen gelegenen Bezirk Überetsch-Unterland, geht wieder die Angst vor dem Bären M49 um. Die Beunruhigung in der Bevölkerung nimmt immer mehr zu. Erst am Dienstagabend hatte der zehnjährige Sohn des Bauern des „Grunserhofes“ den Bären seelenruhig über den Hof zwischen Wohnhaus und Stall hindurchspazieren sehen. Tags zuvor hatte der Bär mehrere Bienenstöcke im nahen San Lugano direkt neben Hotel und Wohnhäusern geplündert.

Imker fürchten nun um ihre inzwischen eingezäunten Bienenstöcke, Bauern um ihr Vieh und Spaziergänger um ihre Sicherheit. Der Ruf nach einem Abschuss des Problembären wird immer lauter und wie es scheint, wird bereits an einer Anordnung dazu gearbeitet, wie stol.it berichtet. M49 wird seit 2019 für mehrere Attacken auf Nutztiere im Raum Trentino-Südtirol verantwortlich gemacht. Erst vor wenigen Tagen aus dem Winterschlaf erwacht, hat er einen Esel verletzt.

Die Bevölkerung wird zur Zusammenarbeit aufgerufen, nachdem das Tier keine Sender trägt. 2019 schaffte es M49, aus einem mit 7000 Volt gesicherten Gehege bei Trient zu fliehen. (TT, hm)


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