Tiroler Schützen verschieben wegen Corona-Krise ihre Wahl

Am 26. April hätten die Tiroler Schützen einen neuen Landeskommandanten wählen sollen. Daran ist jetzt aber nicht zu denken.

Tirols Schützen bekommen heuer einen neuen Kommandanten, doch wegen der Corona-Krise verschiebt sich auch die Wahl
© Thomas Böhm

Von Peter Nindler

Innsbruck – Am 26. April gäbe es bei der Bundesversammlung des Bundes der Tiroler Schützenkompanien ein Novum: Erstmals stellen sich nämlich zwei Kandidaten der Abstimmung in der Bundesversammlung. Bisher hat sich der Bundesausschuss im Vorfeld immer auf einen Kandidaten geeinigt und diesen dann zur Wahl vorgeschlagen. Diesmal entscheidet allerdings auch die Basis mit, alle 235 Hauptleute der Kompanien sind stimmberechtigt. Zusammen mit den elf Ehren-Majoren wird der Nachfolger von Fritz Tiefenthaler von 321 Stimmberechtigten gewählt.

Doch die Corona-Pandemie macht den Schützen ebenfalls einen Strich durch die Rechnung. Die Bundesversammlung in der Dogana im Congress Innsbruck wird verständlicherweise abgesagt. „Um die Wahl dennoch programgemäß durchzuführen, hat sich der Bundesausschuss anfangs noch großteils für eine Briefwahl ausgesprochen. Doch davon haben wir jetzt wegen der aktuellen Entwicklungen und Beschränkungen abgesehen. Schließlich gibt es jetzt Wichtigeres und der Schützenbund funktioniert ja“, sagt Landeskommandant Fritz Tiefenthaler.

Er glaubt an eine längere Verschiebung, allerdings rechnet er schon damit, dass „wir noch vor dem Sommer einen neuen Kommandanten wählen werden“. Zur Wahl vorgeschlagen sind der stellvertretende Landeskommmandant Christian Meischl und Bundespressereferent sowie Adjutant des Landeskommandanten Thomas Saurer. Bereits im Herbst des Vorjahres haben sich beide Bewerber darauf verständigt, dass der Unterlegene in der Stichwahl künftig die Funktion des Stellvertreters bekleiden wird.

Eine Briefwahl dürfte es aller Voraussicht dennoch geben, denn Tiefenthaler beabsichtigt die Bundesversammlung in den Herbst zu verlegen. Schließlich feiert der Tiroler Schützenbund heuer sein 70. Bestandsjubiläum. „Zum Feiern ist in dieser Situation ohnehin kaum jemandem zumute, ich hoffe aber, dass es in den nächsten Wochen und Monaten wieder aufwärts geht“, sagt Tiefenthaler.

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Vor der Absage dürfte wohl auch das Alpenregionstreffen der Schützen im Südtiroler St. Martin im Passeier stehen.


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