Coronavirus treibt Vapiano in die Pleite

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Die Corona-Krise hat die ohnehin schwächelnde Restaurantkette in die Insolvenz getrieben.
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Köln, Innsbruck – Die beiden Vapiano-Restaurants in Innsbruck sind ohnehin seit 16. März wegen der Corona-Krise geschlossen, in ganz Österreich gibt es laut Homepage 17 Lokale. Nun musste die gesamte Restaurantkette zumindest vorerst einen Schlussstrich ziehen. Die Corona-Krise hat das ohnehin angeschlagene Unternehmen weltweit in die Insolvenz getrieben. Aufgrund des drastischen Umsatz- und Einnahmenrückgangs sei der Insolvenzgrund der Zahlungsunfähigkeit für die Vapian­o SE eingetreten, teilte das Unternehmen am Freitag in Köln mit. Zugleich richtete das Unternehmen einen „dringenden Appell an die deutsche Bundesregierung zur schnellen Umsetzung der wirtschaftlichen Hilfen in der Covid-19-Krise“. Damit hofft der Vorstand, den innerhalb einer Frist von drei Wochen gebotenen Insolvenzantrag doch noch abwenden zu können.

Die ohne schon schwächelnde Vapiano SE verzeichn­e wegen der aktuellen Krise weitere drastische Umsatzeinbußen und erwarte einen weiteren Rückgang des Ergebnisses, schrieb Finanzvorstand Lutz Scharpe in der Pflichtmitteilung für die Börsen. „Zwischenzeitlich mussten aufgrund der Einschränkungen durch Covid-19 nahezu alle weltweit mehr als 230 Restaurants schließen.“ In Deutschland seien seit Donnerstagabend alle 55 Restaurants geschlossen worden. Vapiano kündigte an, „kurzfristig“ Anträge unter den von verschiedenen Regierungen in Europa angekündigten finanziellen Unterstützungsprogrammen im Rahmen der Covid-19-Kris­e zu stellen. (dpa)


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