Sozialladen in Lienz zählt Hunderte Einkäufe

SoLaLi-Fahrer Hans Peter Grissmann, Charly Kashofer, SoLaLi-Geschäftsführerin Sandra Holzer, Bernhard Gugganig, Markus Tipotsch, Martin Bergerweiß und Robert Oberrainer stellen neue Jacken vor (v. l.).
© Stadt Lienz/Lenzer

Von Christoph Blassnig

Lienz – Woche für Woche zählt man 250 Einkäufe im Sozialladen Lienz, der als „SoLaL­i“ in der Stadt mittlerweile zur Institution geworden ist. Es gibt mehrere hundert Berechtigte, die im Geschäft in der Schweizergasse einkaufen können. Voraussetzung dafür ist der Nachweis eines geringen Monatseinkommens in der Servicestelle des Lienzer Rathauses. „Man erhält dann sofort die Berechtigungskarte und kann bei uns Waren kaufen“, erklärt die SoLaLi-Geschäftsführerin Sandra Holzer. Wobei Interessierte jederzeit eingeladen sind, auch ohne Einkaufsberechtigung im Laden vorbeizukommen und sich einmal umzusehen. Die Preise im SoLaLi liegen bei allen Produkten des täglichen Lebens im Cent-Bereich und haben eher symbolischen Charakter.

Pensionisten besitzen häufig unbefristete Berechtigungskarten. Jüngere, wie etwa alleinerziehende Mütter, erhalten eine Karte auf Zeit, die verlängert werden kann. Fast alle Lebensmittelhändler und Bäckereien im Lienzer Talboden stellen Waren zur Verfügung. Fünf Freiwillige des SoLaLi-Teams holen diese mit einem Firmenauto in den Geschäften ab, jeder von ihnen hat seine Tour. Das Warenangebot variiert daher von Tag zu Tag. Insgesamt zehn Frauen sichten, sortieren und verpacken die Waren dann im Laden täglich für den Verkauf. Geöffnet hat der SoLaLi von Dienstag bis Freitag von 9.30 bis 12 Uhr.

„Sehr dankbar sind wir für Warenpatenschaften“, erläutert Holzer. Ein Lebensmittelgeschäft etwa stellt jede Woche zehn Kilogramm Mehl zur Verfügung, mit denen der SoLaLi fest rechnen kann. In einigen Lebensmittelmärkten stehen spezielle Warenkörbe im Kassenraum. Einkäufer können darin Warenspenden ablegen, die vom SoLaLi regelmäßig abgeholt werden.

Um die Abholer in den Geschäften erkennbar zu machen und deren private Kleidung zu schonen, haben Sponsoren nun fünf neue Arbeitsjacken finanziert.

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