Ab Montag ist im Handel um 19 Uhr Ladenschluss

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Die heimischen Handelsbetriebe, die derzeit noch offen haben dürfen, arbeiten nun mit Hochdruck an der Umsetzung der neuen Schutzregeln für Beschäftigte und Kunden. Ab Montag dürfen Lebensmittelhandel und Drogerieketten, aber auch der Großhandel nur noch bis 19 Uhr offen haben. Derzeit ist das grundsätzlich bis 21 Uhr möglich, wobei das schon jetzt wenige nutzen.

Die Vorschläge für die neuen Schutzmaßnahmen kommen von den Sozialpartnern. Über das Wochenende ändere sich aber noch nichts, hieß es am Freitag aus dem Büro von Wirtschaftsministerin Margarete Schramböck (ÖVP) zur APA. Gültig sind die ab Montag.

Besonders geschützt werden nun Schwangere, sie müssen gar nicht mehr arbeiten gehen. Beschäftigte mit Vorerkrankungen bzw. Risikogruppen wie Ältere sollen in Tätigkeitsbereichen eingesetzt werden, bei denen sie keinen direkten Kundenkontakt haben. An den Kassen werden bereits jetzt nach und nach Plexiglasscheiben angebracht, die Beschäftigten bekommen Masken und Arbeitshandschuhe bereitgestellt. Bei allen Kassen sollen Bodenkennzeichnungen einen Abstand der Kunden zueinander sicherstellen. Kassen, Pausen- und Aufenthaltsräume sowie Toilettenanlagen werden regelmäßig desinfiziert. Kunden sind angehalten, ihre Einkäufe mit der Karte zu bezahlen.

Ein Großteil der rund 150.000 Beschäftigten im Lebensmittel- und Drogeriehandel sind Frauen. Diese sind derzeit aufgrund der Kindergarten-und Schulschließungen ohnehin schon belastet. „Dieses Paket ist für uns ein erster Schritt, um die Arbeitsbedingungen für die Angestellten, die nun extremen Belastungen ausgesetzt sind und tagtäglich die Versorgung der Österreicher und Österreicherinnen mit Lebensmitteln sicherstellen, zu verbessern“, sagte die Vorsitzende der GPA-djp, Barbara Teiber.

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Laut Öffnungszeitengesetz dürfen Geschäfte derzeit unter der Woche von 6 bis 21 Uhr und an Samstagen von 6 Uhr bis 18 Uhr offen halten, insgesamt also bis zu 72 Stunden pro Woche. Seit Montag dürfen aufgrund der Coronavirus-Epidemie aber ohnehin nur der Lebensmittelhandel, Großhandel, Drogerieketten, Tierfachhandel und Apotheken bzw. Geschäfte, die Medizinprodukte und Sanitärartikel verkaufen, offen bleiben.

Nach enormen Spitzen mit Hamsterkäufen vergangene Woche ist das Geschäft diese Woche etwas zurückgegangen. „Es ist ruhiger geworden. Das ist grundsätzlich gut, weil dann der Abstand zwischen den Menschen gut eingehalten werden kann. Aber wir merken, dass die Gastronomie fehlt, die Menschen kaufen mehr ein, weil sie zu Hause kochen“, sagte Spar-Sprecherin Nicole Berkmann zur APA.

Auch bei Billa, Merkur & Co sind die übermäßigen Spitzen abgeflacht. „Diese Woche war regional unterschiedlich, aber insgesamt intensiver als unter normalen Umständen, vergleichbar mit der Vorweihnachtszeit“, so Rewe-Sprecherin Ines Schurin. Hofer verzeichne aktuell bei mehreren Produkten eine überdurchschnittlich starke Nachfrage. Daher könne es momentan vorübergehend vorkommen, dass Artikel nicht im gewohnten Umfang verfügbar seien, so das Unternehmen.


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