Wacker Innsbruck stellt komplette Belegschaft auf Kurzarbeit um

Auch bei Bundesligist Austria Wien findet das Modell bereits in allen Bereichen Anwendung.

Der FC Wacker steht auch in schwierigen Zeiten zusammen.
© GEPA pictures/ Amir Beganovic

Innsbruck – Auch Österreichs rund 15.000 Sportvereinen steht nun die Möglichkeit der „Corona-Kurzarbeit“ offen. Darauf hat sich Sport Austria (Bundes-Sportorganisation, BSO) mit den Sozialpartnern verständigt. Das Thema Kurzarbeit aufgrund der Corona-Krise war zuerst bei Fußball-Clubs der ersten und zweiten Liga aufgetaucht. Aufgrund ihrer Kollektivvertragszugehörigkeit war die Kurzarbeit in diesem Bereich rechtlich unumstritten. Anderes galt aber für die zahlreichen Clubs im Unterhaus bzw. aus anderen Sportarten. „Es freut mich, dass wir dafür die Zusage erhalten haben. Hier geht es um Tausende Existenzen im Spitzen- wie im Breitensport“, betonte BSO-Präsident Hans Niessl.

Neben der Kurzarbeit war auch die Dokumentation der finanziellen Ausfälle Thema. Diese sollen nun „transparent belegt“ werden, man werde einheitliche Kriterien ausarbeiten, gemäß derer die Vereine und Verbände in der Folge ihre erlittenen Schäden dokumentieren sollen. Diese Zusammenstellung soll als „Grundlage für Gespräche mit den Regierungsverantwortlichen über die Ausfallzahlungen“ dienen.

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„Beim FC Wacker wurde für die komplette Belegschaft, also Spieler, Betreuerteam und alle Angestellten, Antrag auf Kurzarbeit gestellt“, bestätigte FCW-Sportchef Alfred Hörtnagl, dass man beim Tiroler Zweitligisten in Zeiten der Zwangspause das Modell der „Corona-Kurzarbeit“ in Anspruch nimmt. „Wenn der Betrieb wieder läuft, wird wieder umgestellt.“

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Auch bei Bundesligist Austria Wien findet das Modell bereits in allen Bereichen Anwendung. Markus Kraetschmer, Vorstandsvorsitzender des Clubs, bedankte sich im clubeigenen „ViolaTV“ bei den Mitarbeitern für ihre Bereitschaft, die er auch bei den Kickern ausmacht: „Fast alle Spieler haben schon ihr Okay gegeben, ein paar müssen das noch mit ihren Managern besprechen. Sämtliche Trainerteams, das Rehateam, alle von den Young Violets und sämtliche Mitarbeiter der Geschäftsstelle ziehen mit“, sagte Kraetschmer. Darüber hinaus würden derzeit individuelle Vereinbarungen mit 140 bis 150 Personen getroffen, die der Club üblicherweise „monatlich abhängig von der Intensität des Spielbetriebs über die Personalverrechnung“ abrechne. (APA, w.m.)


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