Zahl der Corona-Infektionen in Österreich über 3.000er-Marke

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Die Zahl der mit dem Coronavirus Infizierten hat in Österreich die 3.000er-Marke überschritten. Sonntag früh (Stand 8.00 Uhr) vermeldete das Gesundheitsministerium offiziell 3.026 Erkrankte. Im 24-Stunden-Vergleich mit Samstag (2.664 Personen) ist dies eine Steigerung von 13,6 Prozent, nach 21 Prozent im Vergleichszeitraum tags zuvor. Neun Todesfälle gab es bisher zu beklagen.

Die meisten Covid-19-Fälle gibt es weiter in Tirol mit 626 erfassten Erkrankten, gefolgt von Oberösterreich mit 606. Aus den übrigen Bundesländern wurden aus Niederösterreich 422, aus Wien 369 positive Tests gemeldet. Es folgen die Steiermark (393), Vorarlberg (249), Salzburg (209), Kärnten (98) und das Burgenland (54). Mit 21.368 Testungen wurden innerhalb eines Tages knapp 3.000 zusätzliche durchgeführt.

In Kärnten wurde der erste Todesfall in Zusammenhang mit dem Coronavirus bekannt. Wie Landeshauptmann Peter Kaiser (SPÖ) bei einer Pressekonferenz sagte, starb am Samstag ein 65-jähriger Patient im Klinikum Klagenfurt. Er hatte schwere Vorerkrankungen und war mit dem Coronavirus infiziert. Einen weiteren Coronavirus-Toten gab es in Niederösterreich. Der positiv auf Covid-19 getestete betagte Patient hatte eine Grunderkrankung und war intensivmedizinisch betreut worden, teilte ein Sprecher mit.

Weltweit wurden bisher in Summe 307.280 bestätigte Fälle bekannt gegeben, 81.348 davon meldete China. 92.375 Menschen haben sich laut öffentlich verfügbaren Zahlen global wieder von Covid-19 erholt.

3.500 Österreicher wurden seit Beginn der Coronakrise mit bisher 21 Notflügen in ihre Heimat zurückgeholt. Außenminister Alexander Schallenberg (ÖVP) appellierte bei einer Pressekonferenz am Sonntag an die Österreicher, die noch im Ausland sind, „zur höchsten Eile“: „Diese Notflüge wird es nicht zeitlich unbegrenzt geben können“, warnte Schallenberg.

Die „größte Rückholaktion“ solle „nicht darüber hinwegtäuschen, dass es sich um eine Notoperation in einer Krisensituation“ handelt. Der Außenminister habe „manchmal den Eindruck, dass manche nicht ganz den Ernst der Lage vergegenwärtigen. Es erreichen uns täglich Fragen, ob Menschen später einen Flug bekommen können“, kritisierte der Außenminister. So gebe es Touristen, die noch eine Trekkingtour absolvieren oder Tage am Strand verbringen wollen. Außerdem hätten Österreicher „noch dieser Tage einen Flug ins Ausland angetreten“. „Das ist aus meiner Warte höchst fahrlässig und grenzt an Unvernunft“. „Das Außenministerium ist kein Reisebüro. Wir führen hier eine Rückholaktion infolge einer globalen Krise durch“, konstatierte Schallenberg.

können sich jene Österreicher, die bereits beim Außenministerium registriert sind, für Rückflüge anmelden. „Dadurch wird die Heimreise vereinfacht und die Telefonhotline etwas entlastet“, erklärte Schallenberg. In drei Schichten sind alle Mitarbeiter des Außenministeriums, die nicht einer Risikogruppe angehören, derzeit im Einsatz, dazu unterstützen 120 Rekruten des Österreichischen Bundesheeres die Telefonhotline.

Er rief auch Österreicher im Ausland dazu auf, sich nach Möglichkeit selbst die Rückreise zu organisieren, noch gibt es Linienflüge. „Wenn Sie nach Hause wollen, beeilen Sie sich. Jeden Tag werden weitere Grenzen dicht gemacht“, unterstrich Schallenberg die Dringlichkeit.

Schallenberg bat außerdem „um ein Mindestmaß an Geduld. Es wird nicht möglich sein, jeden Österreicher und jede Österreicherin gleichzeitig nach Hause zu holen. Wo Hilfe notwendig ist, wird sie auch erbracht werden“, betonte der Außenminister. Nicht alle im Ausland hätten den gleichen Wissensstand, schränkte Schallenberg ein.

Flüge werden in Kooperation mit Austrian Airlines (AUA), Lauda Motion und Level durchgeführt. Fernstreckenflüge werden von der AUA absolviert, sagte Airline-Vorstand Alexis von Hoensbroech. Er dankte allen AUA-Mitarbeitern, die freiwillig die Repatriierungsflüge durchführen. „Die Bereitschaft, in dieser Notsituation zu helfen, ist unglaublich groß“, sagte der AUA-CEO.

Für die Rückholflüge müssen alle Passagiere einen Selbstbehalt zahlen. Dieser orientiert sich am herkömmlichen Flugpreis, von Havanna nach Wien beträgt er beispielsweise 600, von Barcelona oder Kairo 300, von Washington 500 Euro. „Die Gesamtkosten sind zweifellos höher“, sagte Schallenberg. Für die Registrierung berechtigt sind österreichische Staatsbürger, nahe Angehörige von Staatsbürgern im selben Haushalt oder Personen mit gültigem Aufenthaltstitel in Österreich. Alle Rückkehrer müssen sich nach Ankunft in Österreich in eine 14 tägige Heim-Quarantäne begeben.


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