„Umweltkalender“: Schüler sollen Naturschutz selbst hautnah erleben

Ein neuer „Umweltkalender“ will Schüler und Umweltschutz in Tirol zusammenbringen.

Innsbrucker Schülerinnen und Schüler stärken mit dem Umweltkalender regelmäßig ihre Kompetenz in Umweltfragen.
© NMS Müllerstraße

Von Nina Werlberger

Innsbruck – Die Schultüren sind zwar im Moment geschlossen. Doch für Tirols Schüler bleiben Umweltschutz, Klima und Nachhaltigkeit die drängendsten Probleme ihrer Zukunft. Ein neuartiges Projekt namens „Umweltkalender“ hebt diese Themen nun regelmäßig auf den Stundenplan. Kinder und Jugendliche widmen sich dabei jeden Monat einem anderen Umweltthema und erarbeiten, was verschiedene Probleme direkt mit ihnen zu tun haben. In interdisziplinären Projekten überlegen sie, welche Bedeutung die Berge für ihren Lebensraum haben oder wie sich ein Waldsterben weltweit auswirkt. Bereits gestartet ist das Projekt im Schuljahr 2019/20 etwa an der NMS Müllerstraße in Innsbruck und an der Bundesbildungsanstalt für Elementarpädagogik Haspingerstraße.

„Für Tirol geht dieses Netzwerk viel weiter als reine Umweltbildung. Es trägt langfristig zum Aufbau gemeinsamer Werte in der Gesellschaft rund um nachhaltige Umweltpraktiken bei.“ Géraldine Fitoussi-Hoffmann 
(Initiatorin)
© Morgan Miller

Initiatorin des „Umweltkalenders“ ist Géraldine Fitoussi-Hoffmann aus Mutters, die sich mit ihrem Unternehmen „Karifilm – Agentur für Umweltkultur“ der Umweltbildung von Heranwachsenden verschrieben hat. Als ehemalige Mitarbeiterin der französischen Weltraumagentur nützt die Mathematikerin und Satellitendaten-Expertin für Umweltkatastrophen ihr Wissen und ihre Kontakte zur Vernetzung von Schulen, Ins­titutionen und Akteuren des Umweltschutzes und von Unternehmen. „Ich möchte mein Unternehmen in Tirol weiterentwickeln, um eine Plattform für Produkte, Projekte und Dienstleistungen, die sich der Umwelt und der nachhaltigen Entwicklung widmen, aufzubauen“, erklärt Fitoussi-Hoffmann. Zielgruppen seien Bildungseinrichtungen, die Wirtschaft und die Bürgerinnen und Bürger Tirols.

Unterstützt wird das Pilotprojekt von der Bildungsdirektion, der Tiroler Sparkasse und dem Land Tirol. Auch Firmen können sich engagieren.


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