„Mei liabste Weis“ wegen Coronavirus nicht live

Die geplante Live-Unterhaltungssendungen hätte am 28. März aus dem ausverkauften Passionsspielhaus in Kirchschlag in Niederösterreich gesendet werden sollen. Doch daraus wird nun nichts.

Franz Posch mit Kathi Runggatscher (Klarinette), die in der „Best of“-Sendung zu sehen ist und auch einige Beiträge kommentiert.
© ORF

Von Angela Dähling

Hall, Kirchschlag – Die Entwicklungen rund um die Ausbreitung des Coronavirus haben auch Auswirkungen auf geplante Live-Unterhaltungssendungen. Darunter „Mei liabste Weis“. Sie hätte am 28. März aus dem ausverkauften Passionsspielhaus in Kirchschlag in Niederösterreich gesendet werden sollen. Doch daraus wird nun nichts.

„Wir waren für Vordreharbeiten vom 9. bis zum 13. März in der Buckligen Welt als uns jeden Tag eine neue Hiobsbotschaft erreichte“, erzählt Franz Posch. Der Musikant und Moderator aus Hall hielt mit Kameramann und Regisseur Christoph Bloeb, Bernhard Wach (Ton und Licht), Redakteur Georg Laich 30 Oldtimer-Traktoren und eine E-Bike-Tour filmisch fest. Beim Dreh dieser Landschaftsaufnahmen, die während der Live-Sendung eingespielt werden, habe man am ersten Drehtag über Corona noch gescherzt. Doch dann folgte eine Krisensitzung der nächsten aufgrund der täglich neuen Entwicklungen. „Denn am zweiten Drehtag teilte die Bundesregierung mit, dass maximal 100 Menschen ,indoor‘ zusammenkommen dürfen, wobei schon alle 860 Karten im Passionsspielhaus verkauft waren. Weil es im Freien 500 sein durften, sollte die Sendung dann ,open air‘ in der Burgruine Kirchschlag stattfinden“, blickt Posch zurück. Zwei Tage und mehrere Krisensitzungen später sei der Plan gewesen, in den Stuben eines Hotels nur zwei Tische mit Gästen in gebührendem Abstand zu besetzen und nur telefonische Musikwünsche entgegenzunehmen. Posch: „Am 13. März stand dann fest: Wir verschieben die Live-Sendung auf den 23. Mai und die Karten behalten ihre Gültigkeit.“

Was tun mit dem Sendeplatz vom 28. März? „Wir haben beschlossen, dafür ein Best-of der ,Liabsten Weis‘ aus den letzten Jahren zusammenzustellen“, erzählt der Moderator, der auf dem Rückweg mit seinem Team am Irrsee in Oberösterreich stoppte, um dafür neue Trailer-Aufnahmen zu machen. „Die Highlights aus Dutzenden alten Sendungen von 2006 bis 2019 werden nun präsentiert. Not macht erfinderisch“, meint Franz Posch und erinnert sich an eine weitere „Notlage“ vor etlichen Jahren. „Da war ein Schauplatz-Dreh im Stadl des Kranebitterhofs geplant. Er brannte rund 10 Tage vor Drehstart vollständig ab. Damals sprang der Stiftskeller dann kurzfristig ein.“

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