Lienzer Facebook-Gruppe: Mit Erfindungsreichtum die Krise meistern

Die Politikwissenschafterin Daniela Ingruber gründete die Facebook-Gruppe „Lienz erfinderisch“, wo nicht nur ihr Fahrrad-Problem, sondern auch viele andere Anliegen behandelt werden können.

„Lienz erfinderisch“ hat schon über 1130 Mitglieder.
© Screenshot Oblasser

Lienz – Eigentlich hat Daniela Ingruber nur eine Möglichkeit gesucht, ihr Fahrrad reparieren zu lassen. Doch was tun, wenn fast alles geschlossen ist? Aus dem Dilemma entstand eine Idee: Die Politikwissenschafterin gründete die Facebook-Gruppe „Lienz erfinderisch“, wo nicht nur ihr Fahrrad-Problem, sondern auch viele andere Anliegen behandelt werden können. „Diese Gruppe soll eine Plattform für alle sein, die Nachhilfe über Videochat geben, etwas reparieren können oder sonst ein Talent anbieten, ohne dass Kontakt gebraucht wird“, lautet die Beschreibung. Wesentlich ist dabei, dass sich die Transaktion von Waren, Dienstleistungen, Unterstützungsangeboten und Initiativen „Corona-gerecht“, also mit genügend körperlichem Abstand, abwickeln lassen.

„Ich wollte vermeiden, dass alle bei großen Konzernen bestellen“, sagt die Lienzerin. „Es gibt genügend Angebote vor Ort, und es ist gut, darüber Bescheid zu wissen.“ Seit der Gründung am 19. März ist „Lienz erfinderisch“ auf über 1130 Mitglieder angewachsen, von der Blumenhändlerin über Handwerker, Lehrkräfte und Personen aus Sozialberufen bis zur Landjugend, die älteren Menschen das Einkaufen abnimmt. „Mit so viel Zuspruch hätte ich nie gerechnet“, freut sich Daniela Ingruber, die betont, dass die Gruppe keine Werbeplattform ist. „Ich hoffe, dass die Kreativität und der Erfindungsreichtum auch nach Corona erhalten bleiben.“ (co)

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