Obstbauern atmen auf: Erster Frost ist fast überstanden

Der Überflug mit einer Drohne über die nördlich des Inn gelegenen und vereisten Haiminger Obstgärten liefert eindrucksvolle Bilder.
© Wammes

Haiming – Die Kältewelle mit den arktischen Temperaturen sollte überstanden sein. Das hofft der Haiminger Obstbauer und Obmann der Haiminger Markttage, Rudi Wammes. Zwei Nächte konnten die Beregnungsanlagen eingeschaltet werden, damit sich über die jungen Triebe eine wärmende und schützende Eisschicht bildet. „Ob es geholfen hat, werden wir erst sehen“, sagt Wammes.

Im Normalfall sollte eine solche Anlage in der Nacht zwei bis vier Stunden im Einsatz sein und das Eis dann mit der steigenden Tageswärme im Laufe des Vormittags wieder abtauen. Sollte der Frost auch in der nächsten Nacht weitergehen, dann beginnt der Kreislauf mit Vereisen und Abtauen aufs Neue. Tatsächlich ist es mit der Beregnung und dem Vereisen alleine nicht getan: „Das Eis taute nämlich nicht über den Tag – deshalb mussten wir am Dienstag das Eis durch händisches Abschütteln von den Bäumen bringen“, beschreibt Wammes eine mehrstündig­e und aufwändige Arbeit, denn ansonsten lastet das Eis auf den Bäumen und führt zu schweren Beschädigungen.

„Die erste Kältewelle dürft­e jetzt einmal vorbei sein“, schätzt der Obstbauer, „die Frostperiode dauert aber noch ein bis eineinhalb Monate.“ Die ersten Anzeichen versprechen für heuer eine gute Ernte. (pascal)


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