Tiroler Tourismus bangt: „Im Sommer geht es an die Substanz der Betriebe“

Hotelierssprecher Mario Gerber bangt um die Zukunft der Beherberger. Tirols Touristiker warnen vor einem Flächenbrand und hoffen auf den Winter.

Bleiben die Gäste aus, betrifft das nicht „nur“ den Tourismus, sondern auch den Handel und die gesamte Innsbrucker Lokalszene.
© Thomas Böhm

Von Anita Heubacher

Innsbruck – Im Kühtai stehen die Lifte still und damit ist auch die Lebensader für die angesiedelten Betriebe eingefroren. Mario Gerber führt mehrere Betriebe im Kühtai, aber statt in seinem Hotel zu sitzen, tut er das in Wien. Als Sprecher der Branche in der Wirtschaftskammer versucht er gerade alles an Hilfe herauszuholen, was von der Bundesregierung zu bekommen ist.

„Die Situation betrifft alle Betriebe und ist sehr kritisch, das abrupte Ende im Winter war der finanziell schmerzliche Anfang, im Sommer geht es an die Substanz der Betriebe“, erklärt Gerber. Neben den gestützten Krediten und Stundungen brauche es dringend finanzielle Hilfe für die Beherberger. Vor allem die kleinen Familienunternehmen sieht Gerber in Gefahr. „Wir können zum Beispiel nicht wie die Industrie die fehlenden Tage aufholen, jeder Tag ohne Gäste ist ein verlorener Tag.“

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