Novartis-Österreich-Chef: „Ein Kaugummi ist teurer als ein Antibiotikum“

Novartis-Österreich-Chef Michael Kocher sagt Ja zu mehr Unabhängigkeit Europas bei Pharmaprodukten. Der Ball dazu liege aber bei der Politik.

Wenn Europa bei Pharmaprodukten unabhängiger von China werden wolle, braucht es laut Michael Kocher kostendeckende Preise. (Symbolfoto)
© dpa/Frank May

Von Alois Vahrner

Innsbruck, Kundl –In teils dramatischer Weise offenbart sich in diesen Wochen in der aktuellen Corona-Krise die gefährliche Abhängigkeit Europas von Lieferungen aus Asien – sei es bei Schutzanzügen, bei Atemschutzmasken bis hin zu Medikamenten.

Für Michael Kocher, Country President Novartis Österreich mit den zwei großen Tiroler Standorten in Kundl und Schaftenau, ist eine höhere Versorgungssicherheit Europas wohl eine der großen Lehren der aktuellen Krise. Wenn die europäische Politik dies im Sinne der Bevölkerung lösen wolle („ein Einzelstaat, auch wenn es etwa in Österreich sehr gute Gespräche gibt, kann da zu wenig bewirken“), sei es allein mit populistischen Forderungen nicht getan.

Novartis-Österreich-Chef Michael Kocher macht Druck.
© platzermedia

Die Pharmaindustrie habe wie auch andere Industriezweige angesichts des gewaltigen Preisdrucks vieles ins günstigere Asien, etwa nach China und Indien, verlagert. Andere Branchen seien da noch weit stärker und früher drangewesen.

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