Weniger Neuinfizierte in Italien, Kritik vom UNO-General

In Italien ist am Dienstag erneut die Zahl der Coronavirus-Todesopfer gestiegen. Jene der Neuinfizierten blieb stabil, was Experten optimistisch stimmt. Die Zahl der Coronavirus-Toten innerhalb von 24 Stunden kletterte um 837 auf insgesamt 12.428 Opfer. Dieses Plus lag über dem Zuwachs der vergangenen drei Tage, teilte der Zivilschutz mit.

Die Zahl der Infizierten in Italien stieg um 4.053 auf 77.635. Die Zahl der Patienten auf der Intensivstation überschritt erstmals die 4.000er-Schwelle und erreichte 4.023. 45.420 positiv getestete Patienten befanden sich in Heimisolierung (59 Prozent aller Infizierten), 15.729 Personen waren inzwischen genesen.

Unterdessen wurden in ganz Italien die Nationalflaggen auf halbmast gesetzt. Das Parlament, der Sitz des italienischen Staatschef, sowie die Rathäuser der italienischen Städten setzten ihre Fahnen auf halbmast. Im italienischen Parlament wurde eine Schweigeminute zum Gedenken der Todesopfer eingehalten.

In Belgien starb ein zwölfjähriges Mädchen in Folge einer Ansteckung mit dem Coronavirus. „Das ist ein sehr seltener Fall, aber er erschüttert uns sehr“, sagte der für die Corona-Pandemie zuständige Behördensprecher in Brüssel. Demnach hatte das Kind zuvor drei Tage lang Fieber gehabt. Es ist der erste Corona-Todesfall eines Kindes in Belgien. Vergangene Woche hatte der Tod einer 16-Jährigen bei Paris für Aufsehen gesorgt. In Belgien stieg die Zahl der offiziell bestätigten Infizierten nach offiziellen Angaben auf 12.775, mehr als 700 Menschen starben.

TT-ePaper gratis testen und 5 x 1.000 € Geburtstagsgeld gewinnen

Die Zeitung kostenlos digital abrufen, das Testabo endet nach 4 Wochen automatisch.

Jetzt testen
TT ePaperTT ePaper

In den Niederlanden stieg die Zahl der Todesopfer auf 1.039. Das sind 175 mehr als am Vortag, wie die Gesundheitsbehörden am Dienstag meldeten. Die Zahl registrierter Infektionen stieg demnach um 845 auf 12.595.

Der Gouverneur des stark von der Corona-Pandemie betroffenen US-Bundesstaates New York gestand indes Versäumnisse ein. „Wir haben das Virus unterschätzt. Es ist stärker und gefährlicher als wir erwartet haben“, sagte Cuomo. „Ich bin müde davon, dem Virus hinterherzurennen. Wir waren vom ersten Tag an hinten dran und mussten aufholen - und so gewinnt man nicht.“

Die Zahl der nach einer Infektion mit dem neuartigen Coronavirus gestorbenen Menschen im Bundesstaat New York kletterte unterdessen auf 1.550 von 1.218 am Vortag. Die Zahl der bestätigten Infektionen liegt bei rund 75.0000, bis zu 10.000 von diesen Patienten liegen im Krankenhaus.

Drei Monate nach den ersten gemeldeten Fällen gibt es weltweit mittlerweile rund 800.000 bestätigte Infektionen mit dem neuartigen Coronavirus sowie fast 40.000 Todesfälle. Von den bis Dienstagvormittag nachgewiesenen 777.798 Fällen gehen 386.282 - also knapp die Hälfte - auf Europa zurück, wie das Europäischen Zentrum für die Prävention und die Kontrolle von Krankheiten (ECDC) mitteilte.

UNO-Generalsekretär António Guterres ist unzufrieden mit der seiner Ansicht nach schleppenden globalen Antwort im Kampf gegen das Coronavirus. „Wir bewegen uns langsam in die richtige Richtung, aber wir müssen schneller sein und viel mehr tun, wenn wir das Virus besiegen wollen“, sagte Guterres am Dienstag in New York.

Unter anderem gebe es noch immer keine koordinierten Handlungen aller Länder unter Führung der Weltgesundheitsorganisation WHO. Deren Richtlinien würden in vielen Teilen der Welt noch immer nicht beachtet.


Kommentieren


Schlagworte