115.000 Euro für junge Tiroler Kunst in der Corona-Krise

Innsbruck – Ausstellungen sind geschlossen, Aufträge verschoben, Wettbewerbe ausgesetzt, der Kunstmarkt kam praktisch zum Erliegen. Die Corona-Krise wird auch für freischaffende bildende Künstlerinnen und Künstler zur existenzgefährdenden Belastung. Vor noch nicht mal einer Woche lancierte die Innsbrucker Klocker-Stiftung deshalb eine Unterstützungsaktion für in Tirol geborene oder in Tirol lebende Kunstschaffende – mit einem Ankaufsbudget von stolzen 100.000 Euro. Rasch und unbürokratisch wolle man vorgehen, hieß es in einer Aussendung. Und bereits gestern erklärte die Stiftung die Aktion für beendet: Aufgrund der extrem hohen Nachfrage wurde das Budget schlussendlich auf 115.000 Euro aufgestockt.

28 Einreichungen profitieren von dem Tiroler Sondertopf, erfreulicherweise könne man damit viele Künstlerinnen und insbesondere junge Tiroler Kunst unterstützen, erklärt Stiftungsvorstandsvorsitzender Anton Klocker. „Bereits Ende der Woche werden erste Beiträge überwiesen“. Wer von der Jury (Anton Klocker, Benedikt Erhard und Martin Gostner) ausgewählt wurde, will man zunächst aber noch nicht verraten, eine Ausstellung der Ankäufe sei in Planung.

Werke mit einem Preisrahmen von maximal 5000 Euro wurden ausgewählt, bevorzugt berücksichtigt wurden Künstler und Künstlerinnen, die von der gegenwärtigen Krise wirtschaftlich betroffen sind.

Neben der Ankaufsausstellung ist man derzeit auch in der Vorbereitung auf den Großen Kunstpreis der Klockerstiftung, der heuer vergeben wird. Ob die für Oktober anberaumte Preisträger-Ausstellung wie geplant stattfindet, ist noch ungewiss. (bunt)

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