Corona-Ausnahmezustand an der Uni: Ab Mai virtuelle Großprüfungen

Ball soll geklärt sein, wie es für die 30.000 Studenten in Innsbruck in Sachen Prüfungen weitergeht. Labors könnten bis Mitternacht offen sein, Sommersemester vor Verlängerung.

An der Leopold-Franzens-Uni in Innsbruck finden bereits jetzt virtuelle Einzelprüfungen über Skype statt.
© Thomas Boehm / TT

Von Brigitte Warenski

Innsbruck – Wie es für die 30.000 Studenten in Innsbruck während der Corona-Ausnahmesituation in Sachen Prüfungen weitergeht, soll bald geklärt sein. „Wir testen gerade Systeme, um virtuelle schriftliche Mittel- und Großprüfungen durchführen zu können“, erklärt Uwe Steger, Pressesprecher der Leopold-Franzens-Universität. Noch ausständig ist dazu „eine Änderung in der Satzung der Uni Innsbruck, die gerade vorbereitet wird. Zudem muss eine Plattform geschaffen werden, an der man ebenfalls arbeitet. Ziel ist, ab Mai solche Massenprüfungen durchführen zu können“, sagt Steger.

Die virtuelle Lehre und virtuelle Einzelprüfungen über Skype finden bereits statt, „nach Absprache und gegenseitigem Einverständnis und das wird auch sehr gut angenommen“, so Steger. Damit Schwindeln weitestgehend verhindert werden kann, „müssen die Studenten vor Prüfungsbeginn dem Professor via Webcam die räumliche Umgebung zeigen“, erklärt der Pressesprecher das Prozedere der Online-Prüfungen. Nicht gelöst ist dagegen die Frage der Praktika wie z. B. die Laborübungen der Chemiker. „Studenten dürfen nicht in einem Raum zusammenkommen und damit sind Praktika derzeit nicht machbar.“ In Diskussion sei auch das Thema Ferien. „Man denkt hier über eine Verlängerung des Sommersemesters bis Ende Juli nach.“ An der MedUni Innsbruck finden „Praktika, bei denen es möglich ist, in einer Onlineversion statt. Die anderen verschieben wir, entweder in den Sommer hinein oder aufs Wintersemester“, sagt Vizerektor Peter Loidl. Er geht fix davon aus, dass das Sommersemester bis Ende Juli verlängert wird.

Auch am Management Center Innsbruck (MCI) werden laufend „Online-Prüfungen durchgeführt“, so MCI-Geschäftsführer Andreas Altmann. Großprüfungen seien am MCI nicht so sehr Thema, dafür Praktika. „Wir hoffen und gehen davon aus, dass ab Ende Mai sukzessive der Betrieb in Labors und dort, wo Anwesenheitspflicht notwendig ist, hochgefahren werden kann – natürlich unter Auflagen. Man könnte z. B. in Labors einen Mehrschichtbetrieb fahren, der bis Mitternacht möglich ist.“

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