Zillertaler ignorierte Corona-Regeln: Nach dritter Schwarzfahrt im Gefängnis

Ein 26-jähriger Zillertaler und sechs Jugendliche in Kitzbühel pfiffen auf die Corona-Maßnahmen und beschäftigten die Polizei. Jetzt hagelt es Anzeigen.

Symbolfoto
© Jan Hetfleisch

Von Thomas Hörmann

Wiesing –Drei verbotene Spritztouren in zwei Tagen waren eine zu viel: Am Samstag musste ein unbelehrbarer Zillertaler in die Justizanstalt nach Innsbruck übersiedeln. Sein Auto steht angeblich schon zum Verkauf.

Der 26-Jährige hatte bereits am Freitag für Aufsehen gesorgt. Zunächst tappte der Zillertaler in Gagering bei Fügen betrunken in eine Polizeikontrolle. Den Führerschein konnten die Beamten dem Pkw-Lenker nicht abnehmen – er besitzt zurzeit keinen. Dafür kassierten sie seinen Autoschlüssel. Aber auch das konnte ihn nicht von einer weiteren Spritztour abhalten. Bereits am Freitagabend startete der Einheimische seinen Pkw mit dem Zweitschlüssel und fuhr los. Aber er kam nicht weit – Polizisten nahmen die Verfolgung auf. Die Flucht endete in einer Sackgasse. Dort sperrte sich der 26-Jährige zunächst im Auto ein, widersetzte sich dann der vorläufigen Festnahme und verletzte dabei einen Beamten.

Am Samstag dann der dritte Streich: Gegen 13.30 Uhr stieß eine Polizeistreife bei Wiesing erneut auf den Zillertaler am Steuer seines Pkw. Eine wilde Verfolgungsjagd mit Tempo 130 war die Folge. In Münster gelang es den Beamten nach mehreren Versuchen, den 26-Jährigen zu stoppen. Diesmal gab’s keinen Pardon mehr – die Beamten brachten den notorischen Schwarzfahrer in die Innsbrucker Justizanstalt.

In Kitzbühel lösten sechs Jugendliche in einem Pkw einen Polizeieinsatz aus. Als die Beamten den Wagen nach einer angeblichen Rauferei orteten, stoppte der Pkw und das Sextett flüchtete über einen Bach. Drei Burschen (14 und 17 Jahre) konnten die Polizisten einholen. Die Beamten fanden auch etwas Cannabis und ein weißes Pulver. Außerdem waren am Pkw gestohlene Kennzeichen montiert. Die drei anderen Burschen konnten vorerst entkommen.


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