Britischer Premier Johnson auf die Intensivstation verlegt

Sorge um den britischen Regierungschef: Der britische Premierminister Boris Johnson ist einem Bericht des Senders BBC zufolge auf die Intensivstation verlegt worden. Johnson ist mit dem Coronavirus infiziert. Wegen andauernder Corona-Symptome war Johnson am Sonntagabend auf Anraten seines Arztes in eine Klinik gebracht worden.

Der 55 Jahre alte konservative Politiker hatte am 27. März seine Infektion bekannt gemacht und sich in Selbstisolation in seiner Dienstwohnung zurückgezogen. Noch am Freitag meldete er sich mit einer Videobotschaft zu Wort. Er fühle sich zwar besser, habe aber weiterhin Fieber. „Dem Ratschlag der Regierung zufolge muss ich meine Selbstisolation weiterführen“, sagte der Premier.

Johnson wirkte erschöpft, trotzdem gab er sich optimistisch. Von seiner Dienstwohnung aus hatte er die vergangenen zehn Tage weiter gearbeitet. Selbst Kabinettssitzungen hatte er per Videokonferenz geleitet. Nun sind seine Ärzte wohl eingeschritten. Johnson will aber auch in den kommenden Tagen die Amtsgeschäfte weiterführen. Sein Stellvertreter wäre Außenminister Dominic Raab.

Die Zahl der Toten durch die Coronavirus-Pandemie stieg in Großbritannien am Sonntag um 621 auf 4.934 an. Johnsons Regierung steht unter großem Druck, die Zahl der Tests zu erhöhen und medizinisches Personal mit Schutzausrüstung zu versorgen.

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Königin Elizabeth II. hatte sich am Sonntagabend in einer historischen Fernsehansprache an die Briten gewandt und sie zum Durchhalten aufgerufen. Sie machte aber auch Mut, dass die Pandemie besiegt werden kann. Noch müsse womöglich mehr ertragen werden. „Aber es werden wieder bessere Tage kommen, wir werden mit unseren Freunden vereint sein, wir werden mit unseren Familien vereint sein. Wir werden uns wiedersehen“, so die 93 Jahre alte Monarchin.

Abgesehen von den traditionellen Weihnachtsansprachen war es erst die vierte solche Rede des seit 1952 amtierenden britischen Staatsoberhaupts. Zuvor hatte sich Elizabeth II. 2002 beim Tod ihrer Mutter, Queen Mum, sowie vor der Beisetzung Prinzessin Dianas 1997 und während des Golfkriegs 1991 an die Briten gewandt.

Auch Johnsons schwangere Verlobte Carrie Symonds, hat nach eigenen Angaben eine Woche mit Symptomen der Lungenkrankheit Covid-19 im Bett verbracht. Das teilte die 32 Jahre alte ehemalige Kommunikationschefin der Konservativen Partei mit. Getestet worden sei sie aber nicht.

„Nach sieben Tage Ausruhen fühle ich mich stärker und bin auf dem Weg der Besserung“, so Symonds. Schwanger zu sein mit Covid-19 sei offensichtlich beunruhigend, fügte sie hinzu und teilte eine Online-Infobroschüre mit ihren Followern. „Bitte lesen Sie und befolgen Sie die aktuellsten Leitlinien, die ich sehr beruhigend fand“, schrieb sie. Johnson und Symonds hatten erst Ende Februar ihre Verlobung und die Schwangerschaft bekannt gegeben. Das gemeinsame Baby soll im Frühsommer auf die Welt kommen.


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