Nachbarschaftshilfe via App: Bereits 1000 Nutzer bei „Hilfma“

Tiroler Studenten haben gemeinsam die kostenlose App „Hilfma“ kreiert, mit der Nachbarschaftshilfe in Corona-Zeiten strukturierter funktionieren kann.

Symbolfoto.
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Von Michaela S. Paulmichl

Innsbruck, Wien – Was tun, wenn man seinen Großeltern helfen möchte, diese aber weit weg wohnen? Diese Frage hat sich eine Gruppe junger Tiroler gestellt, die in Innsbruck, Wien und München Informatik, Maschinenbau und Wirtschaft studieren. Die Tüftler, die auch die Plattform „Timebite“ für Studierende in Prüfungszeiten ins Leben gerufen haben, entwickelten eine App, die auf der gerade so groß geschriebenen Nachbarschaftshilfe aufbaut.

Emir Selimovic.
© Timebite

„Bei hilfma.com geht es darum, Menschen, die dringend Lebensmittel, Hygieneartikel oder Medikamente benötigen, aber einer Risikogruppe angehören, mit jenen zusammenzubringen, die helfen können“, sagt Timebite-Geschäftsführer Emir Selimovic. Die kostenlose App, bei der man sich nicht registrieren muss, ist durch ihren simplen Aufbau auf die Nutzung speziell durch ältere Menschen ausgelegt. Es ist aber auch technisch möglich, dass stellvertretend die Enkel nach hilfsbereiten Menschen in der Umgebung ihrer Großeltern suchen.

Nach nur einer Woche zählen die Organisatoren bereits 1000 Nutzer, jetzt ist geplant, die App in mehrere Sprachen – Englisch, Italienisch, Spanisch, Französisch, Kroatisch und Türkisch – zu übersetzen, damit sie in anderen Krisenländern genutzt werden kann.


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