Keine Maskenpflicht in Tirols Schulen, mehr Nachfrage nach Betreuung

Schüler werden künftig Abstand halten müssen.
© Wenzel

Innsbruck – Nach den Osterferien soll Tirol und ganz Österreich ein Stück weit zur Normalität zurückkehren. Geschäfte öffnen, Menschen können wieder arbeiten gehen. Herausfordernd wird das auch für die Schulen. Es ist zu erwarten, dass dann mehr Kinder die Betreuungsmöglichkeit dort wahrnehmen werden.

Eine Debatte darüber, ob Bildungsanstalten auch wirklich alle Schüler aufnehmen sollen, hat Österreichs oberster Lehrervertreter Paul Kimberger (FCG) angestoßen. Das widerspreche der allgemeinen Beschränkung sozialer Kontakte (mehr dazu auf Seite 24). In Tirol sollen jedenfalls alle Kinder in die Schule kommen, die das wollen oder bei denen das von zu Hause aus gewünscht oder erforderlich ist. An eine „Obergrenze“ werde derzeit nicht gedacht, heißt es dazu von der Tiroler Bildungsdirektion. „Wir gehen davon aus, dass die Eltern zum Schutz der Kinder auch weiterhin auf die Einschränkung der sozialen Kontakte achten und sie nur dann zur Betreuung bringen werden, wenn dies notwendig ist.“

Im Schnitt 200 Schüler haben das Angebot in Tirol in den vergangenen Tagen wahrgenommen, in der Karwoche etwas weniger, 242 sind für Osterdienstag angemeldet. Diese Zahl werde in Folge anwachsen, teilt die Bildungsdirektion mit, wie viele Kinder es aber dann sein werden, lasse sich noch nicht abschätzen. Wichtig sei auch dann die Einhaltung der Hygienerichtlinien. Maskenpflicht, wie etwa in Öffis, werde es keine geben. „Es ist aber empfehlenswert, dass Schüler im Falle der Betreuung in ihrer Schule freiwillig Mundschutz tragen.“ Regelmäßiges Händewaschen und Abstandhalten sei unumgänglich. Desinfektionsmittel sollen laut Bildungsdirektion „von Kindern nur in Ausnahmefällen verwendet werden. Eine Verpflichtung dazu gibt es nicht.“ (bfk)


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