Strenge Kontrollen in Italiens Städten und Urlaubsorten

Die italienischen Behörden haben am Samstag ihre groß angelegten Offensive fortgesetzt, um die Italiener über die Osterfeiertage im Haus zu halten. Auf der Zufahrt zur Autobahn bei Rom bildeten sich lange Autoschlangen mit Insassen, die die Stadt verlassen wollten. Jedes Fahrzeug wurde gründlich kontrolliert.

Mit Drohnen, Hubschraubern, Straßensperren und ausgedehnten Kontrollen will man vermeiden, dass das Frühlingswetter mit hohen Temperaturen die Italiener zu Verstößen gegen die drakonische Ausgangssperre bewegt. Die Polizei kontrolliert insbesondere, dass Personen nicht mit dem Privatauto ihre Ferienwohnungen erreichen. Die Kontrollen konzentrierten sich vor allem in Bade- oder renommierte Gebirgsortschaften.

Der für die Coronavirus-Krise zuständige Regierungskommissar Domenico Arcuri rief die Italiener auf, an diesen Osterfeierlichkeiten keine „Dummheiten“ zu machen. Die Zeit für die Auflockerung der Ausgangssperre sei noch nicht gekommen. „Das Ende dieser Epidemie ist noch weit entfernt. Bleiben Sie zu Hause und seien Sie weiterhin verantwortungsvoll wie bisher“, sagte Arcuri bei einer Pressekonferenz im Sitz der Zivilschutzes in Rom am Samstag.

„Dieser dramatische Notstand wird erst dann zu Ende gehen, wenn wir einen wirkungsvollen Impfstoff gefunden haben werden. Bis dahin ist unser Verhalten der einzige Weg, um der Epidemie Einhalt zu gebieten“, sagte Arcuri.

Italien hat die wegen der Coronavirus-Pandemie verhängte Ausgangssperre um drei Wochen bis zum 3. Mai verlängert .Beschlossen wurde eine leichte Auflockerung des Produktionsstopps. Ab Dienstag sollen unter anderem Buch- und Schreibwarengeschäfte sowie Shops mit Baby- und Kinderkleidung öffnen dürfen. Auch im Bereich der Holzwirtschaft aktive Betriebe können die Produktion neu starten. Seit Mitte März sind in Italien nur Lebensmittelgeschäfte und Apotheken geöffnet.


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