Vizekanzler Kogler debattiert mit dem ÖFB über Geisterspiele

Sportveranstaltungen waren in den vergangenen Wochen untersagt. Sportminister Werner Kogler debattiert nun mit Fußballvertretern über „Geisterspiele“.

Fußballspiele in vollen Stadien wird es noch lange nicht geben – wegen der Infektionsgefahr.
© Thomas Böhm

Von Karin Leitner

Wien –Bewegung ist trotz der Ausgangsbeschränkungen nicht verboten. Gejoggt werden darf aber nur allein – oder mit Menschen, die im selben Haushalt leben. Sportveranstaltungen waren in den vergangenen Wochen untersagt. Und das sind sie weiterhin.

Fußball könnte aber bald wieder möglich sein – in Form von „Geisterspielen“, also ohne Publikum. Grünen-Vizekanzler und Sportminister Werner Kogler debattiert mit ÖFB-Leuten über dieses Thema. „Wir schauen, was möglich ist“, sagt er. Einzelne Aktive sollen wieder trainieren können. Genaues dazu wird der Ressortchef heute kundtun. Vorerst sagt er: „Das betrifft die Sportstätten, weil die Sportausübung im Freien ja erlaubt ist – und als gesundheitliche Maßnahme durchaus erwünscht.“ Die Logik und den Hausverstand wolle er „walten lassen“.

Das heißt: Outdoor- vor Indoor-Sportarten, Einzelsport vor solchem in Mannschaften und vor Kampfsport. Unter dem Credo „Einschränkungen so viele wie notwendig, Freiheiten so viele wie möglich“ sollen die Sportverbände Handlungsspielraum haben. „Dann können, sollen und dürfen sie auch mitentscheiden, was sie im Rahmen dieser Möglichkeiten tun.“

Grünen-Chef Werner Kogler.
© APA

Wie steht es mit dem avisierten Entschädigungsfonds für Sportvereine und -verbände? An dem werde gearbeitet, sagt der Minister. „Teilweise passen die bestehenden Fonds schon auf einzelne Vereine im Sportbereich. Und für alle, die nicht gewinnorien­tiert sind, wird das in diesen Tagen fertiggestellt.“

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Koglers ÖVP-Regierungskollege Karl Nehammer resümierte gestern in seiner Ressortsache – dem Osterwochenende. Von Samstag bis Montag hat es österreichweit 2246 Anzeigen und 380 Organstrafverfügungen wegen Verstoßes gegen das Covid-19-Maßnahmengesetz gegeben. Eine gute Bilanz aus Sicht des Innenministers: „Die Menschen haben sich vorbildlich daran gehalten. Und das, obwohl der Druck hoch war, dass man Freunde, Verwandte besucht.“ Im Vergleich zum Wochenende davor sei sogar weniger zu ahnden gewesen (4. und 5. April: 2295 Anzeigen).

Seit vergangenem Samstag darf die Polizei auch Organstrafmandate ausstellen. Wer etwa beim Einkaufen keinen Nasen-Mund-Schutz trägt, muss 25 Euro Strafe zahlen.


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