Verein organisiert Lesehilfe für achtjährigen Sandro aus Kössen

Der Vertreterstammtisch Kitzbühel hat sich zum Ziel gesetzt, notleidenden Kindern, Familien und Hilfsorganisationen in der Region unter die Arme zu greifen. Der achtjährige Sandro freut sich über eine Lesehilfe für die Arbeit am Computer.

Sandro kann sich mit Hilfe des neu angeschafften Gerätes zu Hause alle Schulunterlagen auf einem Bildschirm anzeigen lassen.
© VST

Von Michael Mader

Kössen – Der achtjährige Sandro leidet seit seiner Geburt an einer hochgradigen Sehschwäche. Herkömmliche Sehbehelfe reichen da bei Weitem nicht aus, das wiederum beeinträchtigt auch die schulischen Lernerfolge des Achtjährigen.

Der Vertreterstammtisch Kitzbühel (VST), ein Verein mit 27 Mitgliedern, hat sich zum Ziel gesetzt, notleidenden Kindern, Familien und Hilfsorganisationen in der Region Kitzbühel unter die Arme zu greifen. Ganz nach dem Motto „Gemeinsam helfen“ hat sich der VST das Problem von Sandro angeschaut und schnell und unbürokratisch geholfen.

„Vereinfacht ausgedrückt haben wir ein Vergrößerungsgerät auf EDV-Basis beschafft. Sandro kann ein Buch hinlegen, eine Kamer­a nimmt das auf, und über einen Bildschirm kann er es dann ablesen“, erklärt Christian Bachofner vom VST Kitzbühel, der sich des Projektes angenommen hat und selbst gelernter Optiker ist. Kostenpunkt der technischen Neuanschaffung: immerhin 8400 Euro. Der Betrag wurde zu 50 Prozent aus einer Veranstaltun­g in Kooperation mit den Extrem­skifahrern Matthias Haunholder und Bernd Krain­bucher sowie Intersport Patrick aus St. Johann lukrier­t.

Das ist aber noch nicht alles: Damit Sandro auch in der Volksschule dem Unterricht folgten kann, wird auch dafür ein spezielles Gerät angeschafft. „Das hat sogar eine Kamera installiert, welche die Lehrerin bzw. die Tafel aufnimmt und für Sandro vergrößert“, weiß Bachofner. Die Kosten für diese Anschaffung sollen von der Gemeinde Kössen übernommen werden.

Besuchen konnte Bach­ofner die Kössener Familie aufgrund der Corona-Verordnungen noch nicht, weiß aber aus Telefonaten, dass sich all­e irrsinnig gefreut haben.


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