Betreten der Baustelle in der Innsbrucker Altstadt erbeten

Mit gezielten Marketingmaßnahmen sollen Einheimische trotz der großen Baustelle in die Innsbrucker Altstadt gelockt werden. Kritik der Opposition an mangelnder Info weist BM Georg Willi zurück.

Die kaum vorhandene Kundenfrequenz möchten die IKB nutzen, um mit der dringend notwendigen Wasserleitungssanierung zu starten.
© Daum

Von Denise Daum

Innsbruck – Die Altstadt bleibt offen und kann mit all ihrem Angebot genutzt werden – diese Botschaft soll über eine die Bautätigkeit begleitende Kampagne in die Welt hinausgetragen werden. Oder zumindest nach Österreich. Die internationalen Märkte wird Innsbruck angesichts der Corona-Krise kaum erreichen können im heurigen Sommer.

Das ist auch der Grund, warum sich die Stadt Innsbruck und die IKB dazu entschieden haben, die Sanierung der Trinkwasseranlagen nun schon in wenigen Wochen zu starten und innerhalb eines Jahres durchzuziehen – anstatt im Feber 2021 zu beginnen und über Jahre zu bauen, wie es ursprünglich angedacht war. Bis Corona kam.

Baustellen-Fahrplan präsentiert

Die Stadtregierung steht geschlossen hinter dieser Entscheidung und präsentierte gestern gemeinsam im Rahmen einer Video-Pressekonferenz den Baustellen-Fahrplan. Wie die TT bereits vorab berichtete, soll in vier Abschnitten etappenweise gearbeitet werden. Los geht es im Juni (bis November) in der Kiebachgasse sowie im nördlichen Teil der Herzog-Friedrich-Straße (von Höhe Riesengasse bis zum Goldenen Dachl und weiter bis zur Ottoburg). Zusätzlich wird in der Pfarrgasse, dem Bereich nördlich des Doms sowie in der Hofgasse und Teilen der Stiftgasse gearbeitet. Im Oktober kommt die Seilergasse dazu.

Zu Weihnachten gibt es eine Pause für den Christkindlmarkt. Das war den Wirtschaftstreibenden besonders wichtig. Ein Großteil der Arbeiten in der Herzog-Friedrich-Straße soll bereits im heurigen Jahr abgeschlossen sein. Bis zu den Sommerferien 2021 soll der Großbaustellen-Spuk ganz vorbei sein.

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Der dieser Tage an den gesamten Gemeinderat ergangene Forderungskatalog der Altstadtkaufleute sei angekommen und in Prüfung, sagt BM Georg Willi. Wie berichtet, wird ein umfassendes Hilfspaket gefordert.

Willi zu Kritik: „Wir sind im Notbetrieb"

Die gestern von der Opposition geäußerte Kritik, wonach sie keinerlei Informationen über die Vorgänge im Rathaus bekomme, habe ihn kurz zum Schmunzeln gebracht, sagt Willi. Weil derzeit kaum Entscheidungen fallen, die städtische Gremien betreffen. „Wir sind im Notbetrieb. Auch die Tagesordnung für die Gemeinderatssitzung im April ist dünn.“ Diese wird wohl ohne physische Präsenz der Mandatare stattfinden.

„Sobald es im Rathaus wieder Entscheidungen zu treffen gibt, werden alle Fraktionen eingebunden“, verspricht der Bürgermeister.

Projektfahrplan im Detail

Ab Juni 2020 bis zum Sommer 2021 werden die Leitungen in der Altstadt schrittweise erneuert. Die IKB betont, die Baumaßnahmen straff, aber für alle so verträglich wie möglich, zu gestalten. Bestimmte Einschränkungen und Zugangsbeschränkungen sind nicht zu vermeiden. Die Bauarbeiten werden in vier Abschnitten parallel bei drei Baufeldern durchgeführt:

Abschnitt 1

Von Juni bis November 2020 starten die Arbeiten in der Kiebachgasse sowie im nördlichen Teil der Herzog-Friedrich-Straße (von Höhe Riesengasse bis zum Goldenen Dachl und weiter bis zur Ottoburg). Zusätzlich wird in der Pfarrgasse, dem Bereich nördlich des Doms sowie in der Hofgasse und in Teilen der Stiftgasse gearbeitet. (>> zur Grafik der Baumaßnahmen)

Abschnitt 2

Im Oktober kommt die Seilergasse dazu. Zu Weihnachten gibt es eine Pause für den Christkindlmarkt. (>> zur Grafik der Baumaßnahmen)

Abschnitt 3

Von Jänner bis April 2021 werden die Arbeiten im südlichen Teil der Herzog-Friedrich-Straße (von Höhe Riesengasse bis zur Maria-Theresien-Straße), der Riesengasse, der südlichen Kiebachgasse, einem Teil der Schlossergasse, der Hofgasse, dem Domplatz sowie dem Bereich vor dem Goldenen Dachl und dem Vorplatz der Ottoburg fortgeführt. (>> zur Grafik der Baumaßnahmen)

Abschnitt 4

Bis Juni 2021 finden die finalen Arbeiten in der südlichen Herzog-Friedrich-Straße, einem Teilbereich der Schlossergasse, am Domplatz sowie am östlichen Ende der Hofgasse statt. Die vier Bauabschnitte werden bis zu den Sommerferien abgeschlossen sein. (>> zu Grafik 1 >> zu Grafik 2 der Baumaßnahmen)


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