Die Liebe zu den Bauernmöbeln: Tiroler Händler bei "Bares für Rares"

Der Kitzbüheler Antiquitätenhändler Josef Obermoser ist bei „Bares für Rares“ Österreich mit dabei. Die Dreharbeiten waren ein großes Erlebnis für ihn.

Die zweite Leidenschaft von Josef Obermoser: seine Harley.
© Obermoser

Von Harald Angerer

Kitzbühel – „Am Anfang war es ein Stiefkind“, sagt der Kitzbüheler Josef Obermoser, wenn er über seinen Antiquitätenhandel spricht. Er war zu sehr damit beschäftigt, seine Kunstsspedition aufzubauen, da blieb für seine Leidenschaft, die Antiquitäten, kaum Zeit. „Erst als ich vor 17 Jahren die Spedition verkauft habe, habe ich eine Beschäftigung gesucht und mich den Antiquitäten gewidmet“, erzählt der Kitzbüheler.

Es sollte eigentlich keine große Sache werden, wie er sagt. Wurde es aber, und inzwischen hat ihn seine Leidenschaft mit seinem Geschäft „ANTIK-Möbel“ in Kitzbühel auch ins Fernsehen gebracht. Von der beliebten Fernsehshow „Bares für Rares“ gibt es seit Kurzem einen Österreich-Ableger bei Servus TV. In der zweiten Staffel ist nun der Kitzbüheler, der sich selbst als bunten Hund bezeichnet, als Händler mit dabei. „Ich wurde schon für die erste Staffel angefragt, aber da hatte ich keine Zeit. Und eigentlich wollte ich auch gar nicht. Bei der zweiten hat es nun gepasst“, schildert Obermoser, der sich darauf freut, wenn am Sonntag die erste Folge mit ihm um 20.15 Uhr bei Servus TV ausgestrahlt wird.

Josef Obermoser mit Arnold Schwarzenegger.
© Obermoser

Die Dreharbeiten waren ein großes Erlebnis, schildert der Kitzbüheler, höchst professionell, wie er betont. „Da wirst aufgenommen wie der Brad Pitt aus Tirol. Wir hatten alles, von den Maskenbildnern bis zu den Bekleidungsausstattern“, schildert Obermoser. Für die Händler sei es aber nicht leicht, „denn wir wissen vorher wirklich nichts über die Stücke, die zum Verkauf angeboten werden, und müssen dann in wenigen Minuten entscheiden“, erzählt er. Es sei alles echt und nichts gestellt, „und der Kauf ist ein gültiges Rechtsgeschäft, also muss man schon schnell sein und gut entscheiden, um einen guten Kauf zu machen“.

Auch die Stimmung am Set war gut, die Händler untereinander würden sich kennen. „Am Anfang war ich schon etwas zurückhaltend, ich wollte den anderen ja nicht die Show stehlen“, sagt Obermoser. Aber nach seinem ersten Kauf hat er dann schon einmal gezeigt, dass er nicht zu Unrecht bekannt ist, und das nicht nur in Kitzbühel. Er wird nicht nur in der zweiten Staffel mit dabei sein, der Termin für die Dreharbeiten zur dritten Staffel stünden bereits fest. Auch da ist er wieder mit dabei.

Spezialisiert ist Obermoser, der auch noch ganz nebenbei Präsident des Kitzbüheler Harley-Davidson-Clubs ist, auf alte Bauernmöbel. Diese seien inzwischen wieder sehr gefragt, und genau in Kitzbühel sei dafür ein gutes Pflaster. So hat er auch den einen oder anderen prominenten Kunden. Das Geschäft mit den alten Bauernmöbeln sei nicht immer ganz einfach gewesen. In den Anfangsjahren war es recht schwierig, da viele schlechte Produkte aus dem Osten gekommen sind. Aber die heimische Handarbeit habe sich schließlich durchgesetzt.


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