Ruf nach Aufstieg für Deutschförderschüler in die nächste Stufe

Schüler aus Deutschförderklassen sollten in die Regelklasse übernommen werden, sagt eine Initiative.

Kinder aus Deutschklassen sollten zumindest tageweise bald in die Schulen zurückkehren können, heißt es.
© Böhm/TT

Wien – Schüler aus Deutschförderklassen bzw. Deutschförderkursen sollen nach dem laufenden Schuljahr in die nächste Stufe aufsteigen – und in die Regelklasse übernommen werden. Das will eine Initiative aus Sprachwissenschaftern bzw. Bildungsaktivisten und der Arbeiterkammer. Dort sollen sie – schul­autonom organisiert – zusätzlich in Deutsch gefördert werden.

Derzeit dürfen Schüler in Deutschklassen erst dann den Regelunterricht besuchen, wenn sie eine (halbjährlich gemacht­e) Sprachtestung (MIKA-D) bestehen. In den Deutschklassen gibt es dagegen primär Sprachförderung statt Unterricht in den Regelfächern.

Der MIKA-D solle in diesem Schuljahr ausgesetzt werden, heißt es vom Österreichischen Verband für Deutsch als Fremdsprache/Zweitsprache (ÖDaF), der Arbeiterkammer Wien, der Initiative BildungGrenzenlos und dem lernraum.wien der Volkshochschulen. Ansonsten drohe, dass die Kinder durch die Corona-­bedingte Unterbrechung des Unterrichts mindestens ein Semester verlieren.

Schüler in Deutschklassen sind vor allem an Volksschulen, wo kaum Distance Learning eingesetzt werden kann. Und sie haben im Regelfall niemanden daheim, mit dem sie Deutsch reden können. „In dieser Ausnahmesituation muss die Schulpolitik mit besonderer Flexibilität reagieren.“ Deshalb sollten die Kinder aus Deutschklassen zumindest tageweise bald in die Schulen zurückkehren können – in kleinen Gruppen, was intensive Sprachförderung und die Einhaltung von Hygienebestimmungen ermöglich­e. (APA, TT)

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