Lucile-Mordprozess in Innsbruck startet nun am 9. Juni

Anteilnahme in Kufstein: Trauerkerzen säumten im Jänner 2014 den Tatort am Innufer.
© zoom-tirol

Innsbruck – Im Jänner 2014 wurde die französische Austauschstudentin Lucile in Kufstein ermordet. Obwohl ihr mutmaßlicher Mörder seit 2016 bekannt ist und ihm in Freiburg in einem gleichgelagerten Fall mit DNA-Übereinstimmung bereits ab November 2017 der Prozess gemacht wurde, ließ die Strafverfolgung in Tirol weiter auf sich warten.

Immer neue Hemmnisse verhinderten den Prozess in Tirol – zuletzt sogar die Corona-Krise. Diese führte aufgrund der Covid-Erlässe des Justizministeriums nämlich zur Vertagung des bereits fix für Mitte März am Landes­gericht anberaumten Prozesses.

Zu Beginn des Sommers sollte es jetzt aber endgültig zum Mordprozess gegen den Angeklagten kommen. So wurde der Lucile-Prozess von Norbert Hofer – dem Vorsitzenden des Schwur­gerichts – auf Termin 9. Juni vertagt.

In welchem Rahmen der Prozess unter den strengen Covid-Schutzmaßnahmen im Schwurgerichtssaal durchgeführt werden kann, ist noch offen. Fest steht jetzt schon eine Einschränkung öffentlicher Sitzplätze aufgrund des Abstandsgebots. Das Landesgericht kann jedoch jegliche Maßnahme treffen, um einen Menschenauflauf zu vermeiden. Richter Hofer könnte die Öffentlichkeit sogar komplett ausschließen.

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Aufgrund der Zusammenarbeit von Landeskriminalamt und deutscher Polizei konnten die Fäll­e doch noch aufgeklärt werden. Der Rumän­e Catali­n C. (41) – für ihn gilt vor dem Lucile-Urteil weiter die Unschuldsvermutung – hatte sich seine Opfer wohl rein zufällig ausgesucht. Am Landgericht Freiburg wurde über den zum Mord in Deutschland Geständigen lebenslange Haft mit Sicherungsverwahrung verhängt. (fell)


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