TT-Leitartikel: Schule light im schwierigen Praxistest

Schichtbetrieb und Maskenpflicht, so wird der Schulbetrieb ab Mai in Österreich aussehen. Dass endlich ein Plan vorgelegt wurde, war längst überfällig. Wirklich interessant wird aber die Umsetzung der theoretischen Vorgaben.

Rigoros Abstand halten, den Gang und die Klasse nur mit Maske betreten, mehrmals täglich Hände waschen klingt theoretisch einfacher, als es im wuseligen Schulbetrieb sein wird.
© Sebastian Kahnert

Von Carmen Baumgartner-Pötz

In wie vielen Familien gestern nach der Pressekonferenz von Bildungsminister Heinz Faßmann (ÖVP) High Five gegeben oder aber die Hände über dem Kopf zusammengeschlagen wurden, weiß man nicht. Es könnte sich ziemlich die Waage halten. So wie sich das Land überhaupt zweizuteilen scheint am Ende von Woch­e sechs mit tiefgehenden Corona-Einschränkungen in allen Lebensbereichen: Den einen geht momentan alles zu schnell, den anderen zu langsam – und die meisten vereint eine tiefgehende Verunsicherung. Es ist in der Tat einfacher, ein Land stillzulegen, als es vorsichtig wieder zum Leben zu erwecken. Und so wurde der Plan für die Schulen mit besonderer Aufmerksamkeit erwartet – in den betroffenen Familien genauso wie in der Lehrerschaft. Wenn man schon von Baumärkten, Randsportarten, Erntehelfern und der Gastronomie auf den allerletzten Dringlichkeitsplatz verwiesen wurde.

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