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Vermisster Großvater: Tirolerin hat nach 75 Jahren endlich Gewissheit

Eine Zillertalerin konnte durch akribische Recherchen klären, wo ihr – bisher als vermisst geltender – Großvater gefallen ist und an welchem Ort er heute begraben liegt.

Jakob und Gottfrieda Zauner, hier bei ihrer Hochzeit 1931 in Absam, tauschten sich im Krieg in Hunderten Briefen und Postkarten aus.
© Privat

Von Michael Domanig

Fügen, Kaunertal – Petra Eberharter aus Fügen hat ihren Großvater Jakob Zauner nie kennengelernt. Er kehrte aus dem Zweiten Weltkrieg nicht zurück, galt als vermisst. Dennoch wuchs sie gewissermaßen mit ihm und den Bildern von ihm auf: „Meine Mutter, die sehr an ihrem Vater hing, hat oft von ihm erzählt – etwa davon, wie er am Heiligen Abend 1944 auf einmal ohne Vorankündigung zu Hause auftauchte, weil er einige Tage frei bekommen hatte.“ Eberharter fiel auch auf, dass ihre Großmutter irgendwie anders war als andere Omas: „Ich sah sie nie lachen, sie wirkte unnahbar. Heute verstehe ich, warum sie so wurde.“ Für die ganze Familie war die Ungewissheit über das Schicksal des geliebten Ehemanns und Vaters eine bleibende Belastung.


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