Sperre der Landecker Straße (L76) bis Ende November verlängert

Die Totalsperre der wichtigen Straßenverbindung von Landeck nach Fließ und ins Obergricht dauert von 11. Mai bis Ende November. In Summe sind das 28 Wochen.

Die Baustellenzone Landeck-Süd war gestern einspurig befahrbar. Das Land hat die Totalsperre neu fixiert: 11. Mai bis Ende November.
© Wenzel

Landeck, Fließ – Zuerst war die Rede von einer vierwöchigen Totalsperre heuer im Frühjahr. In Summe sollte die Landecker Straße L76 wegen Sprengarbeiten beim Bau der Schlossgalerie zwölf Wochen gesperrt werden. Die Arbeiten auf der größten Straßenbaustelle des Landes mit Kosten von 26,6 Mio. Euro haben diese Woche offiziell begonnen.

Gestern Dienstag kam alles anders: Die Totalsperre der wichtigen Straßenverbindung von Landeck nach Fließ und ins Obergricht dauert von 11. Mai bis Ende November. In Summe sind das 28 Wochen.

In einer gemeinsamen Erklärung teilten LHStv. Josef Geisler sowie die Bürgermeister Hans Peter Bock (Fließ) und Wolfgang Jörg (Landeck) mit: „Wir haben uns einhellig für die rasche Realisierung des Bauvorhabens entschieden. Dafür ist es notwendig, die L76 bis Ende November zu sperren.“ Die Entscheidung sei u. a. vor dem Hintergrund gefallen, dass man wegen der Corona-Pandemie eine „stark verringerte touristische Frequenz“ erwarte. Als Umfahrung stehe der Land­ecker Tunnel zur Verfügung.

Für Traktoren, Mopeds oder Radfahrer, die den Land­ecker Tunnel nicht nutzen dürfen, sowie für direkte Anrainer „wird per Verordnung eine örtliche Umleitung über den Gramlachweg eingerichtet“, sagte Jörg. Wegen der Vorgaben zum Gesundheitsschutz auf Baustellen sei man vor der Wahl gestanden, entweder vier Jahre Bauzeit und eine erhebliche Kostenüberschreitung in Kauf zu nehmen oder die geplante Bauzeit von zweieinhalb bis drei Jahren einzuhalten. Letzteres sei aber nur bei einer Verlängerung der Totalsperre möglich. „Corona macht die ohnehin schwierige Situation für den Talkessel Landeck nochmals schwieriger. Nach langer Beratung haben wir uns für die Variante mit der kürzeren Bauzeit entschieden“, sagte Jörg.

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In Landecker Wirtschaftskreisen sowie bei betroffenen Unternehmern in der Fließer Au reicht der Bogen der Reaktionen von „Katastrophe“ und „Wahnsinn“ bis zu „Landeck stirbt“. Gemäßigt reagiert hat Kaufleute-Obmann Mathias Weinseisen: „Wir werden uns noch mehr anstrengen, Land­eck zum attraktiven Treffpunkt zu machen.“ (hwe)


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