Drei Mio. Euro fließen in Verbauung: Holzgauer Höhenbach wird gezähmt

Die Arbeiten der Wildbach am Höhenbach in Holzgau gehen weiter. Insgesamt 3 Mio. Euro fließen in die Verbauung.

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Der Höhenbach bekommt fast auf seinem gesamten Verlauf nahe des Siedlungsgebietes eine neue Ufersicherung.
© Tschol

Von Simone Tschol

Holzgau – Schon 2018 war eine Mannschaft der Wildbach- und Lawinenverbauung (WLV) mit ersten Vorarbeiten am Höhenbach in Holzgau beschäftigt. 2019 folgte dann die Verbauung des hinteren Abschnittes des Bachlaufs. Ein Wildholzrechen wurde errichtet. „Das Geschiebe ist am Höhenbach nicht das Problem. Der Großteil der Steine bleibt oberhalb der Simmswasserfälle liegen. Aber entlang des Bachs gibt es sehr viele Lawinenstriche, die teils auch viel Holz mitbringen. Und genau hier liegt die Problematik. Bei längerem Holz ist die Gefahr groß, dass es rasch irgendwo verklaust“, erklärt Christian Ihrenberger, Leiter der Wildbach- und Lawinenverbauung im Außerfern. Um den „Mitbringseln“ mehr Platz einzuräumen, wurde der Bachlauf knapp nach den Wasserfällen mehr als verdoppelt. Ihrenberger: „Wir haben hier von sieben auf 15 Meter aufgeweitet, um eine größere Filterfläche zu erhalten, und gleichzeitig die Ufermauern neu gemacht.“

Jetzt arbeitet sich das WLV-Team in Richtung Dorfmitte vor. „Auch hier werden die Ufermauern, die teils sehr alt und desolat sind, erneuert. Gleichzeitig wird der Bachlauf, der über die Jahre immer wieder künstlich angehoben wurde, um zirka eineinhalb Meter abgesenkt“, beschreibt Ihrenberger die aktuellen Arbeiten. Spannend werde es im nächsten Bauabschnitt: „Hier haben wir zum nächsten Haus nur zwei Meter. Das macht eine Baugrubensicherung nötig.“ Im weiteren Verlauf wird noch der Neubau einer Gemeindebrücke nötig. Alles in allem verschlingt die Verbauung des Höhenbachs drei Millionen Euro. Ihrenberger: „Das ist schon eine ordentliche Baustelle.“

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