Winzer in Tarrenz: Weinanbau auf sechs Hektar

Das Tarrenzer Winzerehepaar Alexandra und Georg Flür wagt einen Riesensprung.

Alexandra und Georg Flür im neuen Weingarten „Lago di Schago“.
© Paschinger

Von Alexander Paschinger

Tarrenz – Der Tiroler Weinbauverband zählt auf seiner Homepage (www.tirolwein.at) zehn Winzer mit und vier ohne Verkauf auf. Dazu kommen freilich viel­e Hobby-Weinbauern. Tirol gehört im Weinland Österreich zum „Bergland“ und wies bislang neun Hektar Anbaufläche aus (Niederösterreich als größte Region 28.145 Hektar). Das ändert sich in nächster Zeit: Alexandra und Georg Flür bauen ihre bisherige Eigenfläche von einem Hektar in Tarrenz und 1,5 Hektar Zukauf aus Itzlranggen um weitere 3,5 Hektar in Tarrenz aus. Damit unterstreichen sie ihre Sonderstellung innerhalb der Tiroler Winzer – sie führen ihre Anlagen nämlich als Erste im Vollerwerb (www.weingut-fluer.at).

Seit 15 Jahren beschäftigen sich die beiden intensiv mit Wein. Erst im eigenen Garten, dann mit dem ersten Weinberg am Griesegg, gefolgt vom Apazhof. „Inzwischen interessiert sich auch unser Sohn Marcel dafür“, schildert Alexandra das stetige Wachsen – sowohl was Know-How als auch was Betriebsgröße oder Perspektiven betrifft. Deshalb wagt die Familie den Schritt, 3,5 Hektar zusätzlich anzubauen. Sortenrein – mit Solaris.

Es ist eine in Österreich nicht zertifizierte Rebe mit später Blüt­e und früher Reife. Der „Solaris“ getaufte Wein wurde inzwischen von den Flürs in „Casanova“ umbenannt. „Er ist ein Verführer“, beschreiben Alexandra und Georg den fruchtigen, leicht perlenden Weißwein mit 12,5 Prozent Alkohol, der eine Note von Birnen hat. „Das wird der Tiroler Wein“, ist Georg überzeugt. Der Tarrenzer Degenhard Schagowetz hat ihm die Flächen verpachtet. In den vergangenen Wochen wurden 16.000 Solaris-Rebstöcke gesetzt. „Mit einem Hektar wurden wir immer gefragt, wie der Vollerwerb funktioniert“, sagt Alexandra – mit Verkostungen, Führungen und einem entsprechenden Preis. Bei sechs Hektar erübrigt sich die Frage.

Der Solaris hat für die Flürs einen weiteren Vorteil: Bei Chardonnay oder Blauburgunder müss­e man sich vergleichen lassen. Der „Casanova“ aber sei ein neuer Wein und somit unvergleichlich.

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