X4 M Competition von BMW: Ein Blickfang mit Wohlklang

Ein SUV-Coupé ist ab Werk allemal auffällig, die M-Version des X4 von BMW setzt aber noch eins drauf: dank gewählter Lackierung, 21-Zoll-Felgen und abgehobener Details in Schwarz.

In auffälligem Toronto-Rot-Metallic: der supersportliche X4 M Competition von BMW.
© Höscheler Markus

Von Markus Höscheler

Axams – Die Argumente gegen ihn lassen eine Legion anschwellen: Sport Utility Vehicle? Die Karosserieform verärgert manche Nachbarn und erbost die Klimawandelbeobachter. SUV-Coupé? Die auffällige Silhouette ist doch nur etwas fürs Auge, aber nicht wirklich praktisch, befinden Laderaumoptimierer. Toronto-Rot-Metallic-Lackierung? Das verhagelt doch den Wiederverkaufswert, denken Vernunftbegabte. 510 PS und 600 Nm Drehmomentmaximum, verpackt in einem Dreiliter-R6-Twin-Turbobenziner? Das kann doch nur dem Finanzministerium behagen, beklagen Vierzylinder-Rationalisten. Und der Testwagenpreis von 137.670 Euro? Da lacht der Bankberater milde ...

All diese Bedenken haben ihre Berechtigung – aber sie sind uns zumindest kurze Zeit schnuppe. Denn einmal eingestiegen, verführt der X4 M Competition von BMW auf geradezu einmalige Art und Weise. Die Ausstattung ist hochluxuriös, die Anmutung des Cockpits dank hochauflösender digitaler Einlagen eine futuristische. Die Sitze umhüllen gekonnt die Insassen, das aufgeladene Sechszylinder-Aggregat verwöhnt die Hörnerven fast so wie das eingebaute Harman-Kardon-Soundsystem. Und dann erst die Verbindung mit der zügig schaltenden, wachsamen Achtgangautomatik und dem richtig klebrig agierenden xDrive-Allradantrieb sowie der direkt-präzisen Lenkung. Die Elemente sind schon für sich herausragend, im Team lassen sie sich nicht schlagen. Wendig und spritzig agiert der X4 M auf heimischen Berg- und Talstraßen, verzichtet dabei auf eine allzu weiche Einbettung der Insassen. Hier wirken wohl mit ziemlicher Sicherheit auch die 21-Zoll-Leichtmetallfelgen mit aufgezogenen Niederquerschnittsreifen mit.

Wäre der Fahrer vor allem auf sich allein gestellt, käme er beim Rangieren recht zügig ins Schwitzen. Nach hinten geizt das SUV-Coupé erwartungsgemäß mit Übersicht, doch rundum sorglos macht ein umfassendes Kamerasystem, das mit ausgefeilter Software und akustischer Beihilfe jeden unerwünschten Rempler zu vermeiden hilft. Den eifrigen Lenker unterstützten weitere Entwicklungen von BMW, etwa die beiden M-Tasten am Lenkrad, die mit einem Druck sofort verschiedene Fahrzeugparameter derart schärfen, dass der X4 M von praktisch „brav“ auf „supersportlich“ umschaltet. Da reagiert das Gaspedal viel sensibler, die Lenkung ebenso – und die Automatik braucht gar nicht lange gebeten zu werden.

Fazit: Mag der X4 M die Ratio nicht vollends auf seine Seite ziehen, so spricht er mit überragender Wucht die Sinne an: Er verführt mit dynamisch anmutender Formensprache, erlesenem Interieur und einem wahren Fahrvergnügen.

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