Mit dem Suzuki SX4 S-Cross lässig durch den Großstadt-Dschungel

Vor ziemlich genau zwei Monaten durften wir den Suzuki SX4 S-Cross als Dauergast im TT-Testfuhrpark willkommen heißen. Zeit für eine Zwischenbilanz also.

Leichtes Gelände wie dieses meistert der Suzuki SX4 S-Cross Hybrid mit Bravour. Sollte es mal brenzliger werden, dann steht einem der Allradantrieb Gewehr bei Fuß.
© Letzner

Von Lukas Letzner

Inzing – Auch wenn uns die letzten Wochen einen dicken Strich durch unsere Testambitionen gemacht haben – wir hatten trotzdem ausreichend Zeit, um uns mit dem Suzuki SX4 S-Cross, der seit Anfang März fixer Bestandteil unseres TT-Dauertest-Fuhrparks ist, anzufreunden.

Beginnen wir im Inneren. Beim Einstieg wird man von einem ergonomisch gelungenen Cockpit in Empfang genommen. Die Armaturen sind übersichtlich gezeichnet, jeder Schalter befindet sich genau dort, wo man ihn vermuten würde. Zugegeben: Bei der Steuerung des Infotainmentsystems haben wir es vielleicht ein bisschen leichter, da uns schon der Konzernbruder – der Suzuki Vitara – als Dauergast beehrte und über das gleiche System verfügte. Dennoch fällt die Bedienung mittels großzügigem Touchscreen ausgesprochen leicht. Die Ledersitze unseres kompakten Grenzgängers bieten guten Halt und selbst in der hinteren Reihe sitzt man recht bequem. Wer auf die hintere Reihe verzichtet, der kann auf ordentliche 1269 Liter Stauraum zurückgreifen, und da sich die Rückbank im Verhältnis 60:40 teilen lässt, bleiben in puncto Variabilität fast keine Wünsche offen.

Dank der kompakten Abmessungen ist der Suzuki SX4 S-Cross in der Stadt ein idealer Begleiter. Mit seiner Länge von 4,3 Metern ist er zwar geringfügig größer als ein VW Golf, dennoch erobert man – nicht zuletzt dank der hervorragenden Übersicht – jede Parklücke im Sturm. Sollte es doch mal etwas enger sein, dann wird man von der Rückfahrkamera und den Park-Piepsern tatkräftig unterstützt.

Hinter der schicken Front unseres Suzuki sorgt ein 1,4-Liter-Benziner für ein entsprechendes Vorankommen. Der Fremdzünder presst 129 PS aus seinen vier Brennkammern und wird zudem von einem kleinen elektronischen Helferlein unterstützt. Es handelt sich dabei allerdings „nur“ um ein Mild-Hybrid-System, welches den Motor während der Fahrt und in etwas anspruchsvolleren Situationen unterstützt. In der Praxis fällt das eigentlich nur durch zwei Dinge auf: Der erste Hinweis ist ein weißes Batteriesymbol, welches sich von Zeit zu Zeit im Cockpit bemerkbar macht. Das zweite und wichtigere Detail ist, dass man sich dank des Elektromotors und der zusätzlichen 48-Volt-Lithium-Ionen-Batterie nie untermotorisiert fühlt. Der S-Cross legt sich schon vom Stand weg richtig ins Zeug und macht auch bei Überholvorgängen richtig Spaß. Vor allem in Kombination mit der direkten Lenkung und dem straffen Fahrwerk kommt in schneller gefahrenen Kurven so etwas wie Go-Kart-Feeling auf. Wer es aber übertreibt, wird merken, dass der S-Cross zum leichten Untersteuern neigt. Natürlich tragen die noch montierten Winterreifen eine Mitschuld, doch das wäre auch ohne sie der Fall.

Selbstverständlich muss ein Crossover auch im Gelände beweisen, was er kann. Während wir den Allradantrieb zu Beginn des Dauertests bei winterlichen Fahrverhältnissen auf die Probe gestellt haben, konnten wir mittlerweile auch leichte Ausflüge ins Gelände unternehmen. Das Fazit: Der Suzuki SX4 S-Cross hat sich nie eine Blöße gegeben und ist mit allen Fahrsituationen prima zurechtgekommen. Lediglich die eingeschränkte Bodenfreiheit könnte dem Offroad-Vergnügen ein jähes Ende bereiten. Doch das ist nun wirklich nicht das Metier des Suzuki. Abschließend noch ein Wort zum Verbrauch. Suzuki gibt diesen mit 6,2 Litern auf 100 km an. Während der zwei Monate pendelte sich dieser bei uns bei 6,8 Litern ein.


Kommentieren


Schlagworte