(Zu) viele offene Fragen beim FC Zirl nach dem Rückzug von Plattner

Werner Rott soll den FC Zirl trainieren, der Obmann-Rückzug von Martin Plattner sorgt aber für Zweifel.

Auch Rott weiß noch nicht, wie es sportlich weitergeht.
© www.muehlanger.at

Von Tobias Waidhofer

Zirl – Im Tiroler Fußball-Oberland kann einem Werner Rott kaum einer etwas vormachen. Über den SV Haiming mauserte sich der 52-Jährige zum Langzeit-Trainer des SV Telfs, den er von der Landesliga an die Spitze der UPC Tirol Liga führte. Kein Wunder, dass dem Fußball-Lehrer zum Ende der Saison 2018/19 und nach sieben Spielzeiten (mit dreimonatiger Unterbrechung) auf dem Emat ein gebührender Abschied bereitet wurde. Und eigentlich hätte der Tiroler-Liga-Vizemeistertitel der krönende Abschluss einer langen Unterhaus-Reise sein sollen.

„Ich wollte eigentlich nichts mehr machen“, erzählt Rott im TT-Gespräch. Doch es folgte ein Anruf von Zirl-Obmann Martin Plattner, dessen Überredungskünste Wirkung zeigen sollten: Rott trat die Nachfolge von Martin Hofbauer an. Doch dann kam Corona und zum Drüberstreuen auch noch der Rückzug von Plattner in Zirl, der ein Rufe- zu vielen Fragezeichen mutieren ließ. Wie geht es nun weiter in Zirl? „Ich kann die Frage nicht beantworten. Auch der Verein weiß noch nicht, was Sache ist.“ Auch einen Vertrag gebe es nicht. „Das haben wir mit Handschlag gelöst, so hab’ ich es immer gehandhabt.“ Natürlich sei auch der stark besetzte Zirler Kader „eine Motivation gewesen, den Job anzutreten“. Nun droht jedoch ein sportlicher Aderlass. „Man muss sehen, was der Verein machen will.“

Ganz allgemein glaubt der routinierte Fußball-Trainer nicht, dass die Spieler im Amateurbetrieb künftig am Hungertuch nagen müssen: „Es wird im Gesamten sicher schwieriger werden, weil Sponsorgelder ausbleiben. Es wird aber immer einzelne Vereine geben, die investieren.“ Und das sei ja nicht zwingend negativ. Zu knabbern hätten vor allem die kleinen Dorfvereine. So oder so bleibt Rott unaufgeregt: „Meine Familie und ich sind gesund und zufrieden, das ist das Wichtigste.“

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