40 Prozent der Beschäftigten in Tirol in Kurzarbeit oder ohne Job

140.000 Menschen in Tirol bangen als Folge des Regierungs-Shutdowns der Wirtschaft um ihre Zukunft.

10.142 Betriebe in Tirol haben Kurzarbeit im Ausmaß von 687 Mio. Euro beantragt.
© Foto Rudy De Moor

Innsbruck – Acht Wochen, nachdem die türkis-grüne Bundesregierung als Corona-Antimittel die Wirtschaft praktisch lahmgelegt hat, bleiben die Arbeitslosen- und Kurzarbeitszahlen alarmierend. In Tirol sind es derzeit insgesamt rund 140.000 Menschen, die entweder arbeitslos (42.980) oder in Kurzarbeit (96.318) sind und damit um ihre Zukunft bangen. In der Regel sind in Tirol etwa 350.000 Personen beschäftigt.

Bisheriger Arbeitslosen-Höchststand war Mitte April mit 45.782 Personen ohne Job. Seither ist die Zahl der Arbeitslosen um 6,1 Prozent gesunken. „Das macht sich vor allem im Bau bemerkbar, während die Zahlen in Beherbergung und Gastronomie weiterhin ansteigen“, erklärt Tirols AMS-Chef Anton Kern.

Was die Kurzarbeit betrifft, so haben in Tirol bis inklusive 11. Mai insgesamt 10.142 Betriebe Corona-Kurzarbeit für 96.318 Arbeitsplätze und einen Planbetrag von 719 Mio. Euro beantragt. Die meisten Kurzarbeitsanträge kommen aus dem Handel (22 %), dem Tourismus (19 %) und dem Bau (10 %). Von allen Anträgen wurden seitens des AMS 9411 (93 %) mit einer Bewilligungssumme von 687 Mio. Euro genehmigt. Konkret ausbezahlt wurden in Tirol bisher 9,3 Mio. Euro Corona-Kurzarbeitsbeihilfe an 1406 Unternehmen.

Bundesweit ergibt sich ein ähnliches Bild. So sind die Arbeitslosenzahlen seit dem Höhepunkt Mitte April um 39.000 gesunken. Per 11. Mai waren 549.662 Personen arbeitslos oder in Schulung, um 198.000 mehr als im Vorjahr. Die Coronavirus-Pandemie hat zur höchsten Arbeitslosigkeit seit 1945 geführt. Beantragt wurde Kurzarbeit von 109.000 Betrieben für rund 1,3 Millionen Arbeitsplätze. Derzeit sind für die Kurzarbeit 10 Mrd. Euro budgetiert, 127 Mio. Euro wurden bisher ausgezahlt.

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Unternehmen können die Corona-Kurzarbeit für zwei mal drei Monate beantragen. Die Oppositionsparteien drängen auf eine Verlängerung. Diesbezüglich sei man gerade in Gesprächen mit den Sozialpartnern, sagte Arbeitsministerin Christine Aschbacher (ÖVP). (mas, APA)

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