Tiroler Promis trotzen Corona-Krise: Reiselust lassen wir uns nicht nehmen

Bekannte Tiroler freuen sich diesen Sommer auf den Urlaub. Sie verrieten im Interview, wo ihre Reise heuer hingeht.

Modedesignerin Rebekka Ruetz und Lebensgefährte Michael Pfandler entscheiden spontan, wo es heuer hingeht.
© ruetz

Von Dalia Föger

Innsbruck – Der Sommer 2020 naht. Und somit für viele die schönste Zeit im Jahr, denn der Urlaub rückt näher. Ob Entspannung pur am traumhaften Strand, die volle Packung Kultur im Städteurlaub oder ganz abgeschieden in der freien Natur. Doch aufgrund der Situation stellt uns die heurige Ferienplanung vor eine nicht ganz einfache Aufgabe. Wir haben bei bekannten Tiroler Persönlichkeiten nachgefragt, welche Urlaubspläne sie für den heurigen Sommer geschmiedet haben und welche sie tatsächlich noch umsetzen können.

Drehbuchautor Ulli Bree freut sich auf eine Motorradtour mit den Kindern Lily und Moritz (nicht im Bild)
© bree

Ski-Ikone Niki Hosp hatte für heuer ihren Urlaub in Florida geplant. „Es wären meine ersten Ferien in den USA gewesen“, verriet Hosp. Sie hätte mit ihrem Lebensgefährten schon tolle Golfplätze ausgesucht und auch die Florida Keys wollten die beiden während ihres dreiwöchigen Amerika-Trips erkunden. „Nicht so schlimm, es gibt auch bei uns in Österreich viele schöne Plätze, die ich noch nicht kenne“, so die Außerfernerin. „Nun geht’s mit unseren E-Bikes in die Wachau, darauf freuen wir uns schon sehr“, erzählt die 36-Jährige. Sport, aber auch Entspannung stehen dabei am Tagesplan. Wobei sie sich im Urlaub gerne treiben lasse, so Hosp. „Auf jeden Fall werden wir dort auch die Kulinarik genießen, befreundete Winzer besuchen und ihre feinen Weine verkosten“, fügt Hosp hinzu.

Ex-Skiass Nici Hosp ist auch im Urlaub sehr aktiv.
© niki hosp

Ins Wasser fielen auch die heurigen Urlaubspläne bei Schauspieler und Sänger Rafael Haider. Er wäre für einen Monat nach Los Angeles zu einer Freundin gereist. „Das hab’ ich schon lange geplant und ich hätte mich sehr auf meinen ersten USA-Trip gefreut. Unter anderem weil ich die letzten Jahre durch Engagements wenig Zeit fürs Reisen hatte“, so der 29-Jährige. Es sollte eine Mischung aus Ferien und Arbeit werden, da sich der Schauspieler auch bei verschiedenen Workshops gern weitergebildet hätte. Dieses Jahr wird sich der Wahl-Wiener jedoch keinen Urlaub leisten können, da ihm, so wie vielen seiner Künstlerfreunde, alle Jobs weggebrochen sind. Und er zudem noch ums berufliche Überle- ben kämpft. „Ich freue mich, Zeit an meinen geliebten Kraftplätzen in Wien und meiner Heimat Tirol verbringen zu können, allen voran der Salfeinssee mit den wunderbaren Kalkkögeln im Hintergrund.“

Urlaub in kleinen Dosen steht heuer bei der Tiroler Mode-Designerin Rebekka Ruetz am Programm. „Wir haben dieses Jahr ganz unabhängig von Corona nur den einen oder anderen Kurz-Urlaub geplant, da wir an verschiedenen großen Projekten arbeiten und die Vorrang haben“, erklärt Ruetz. Wohin es dann genau geht, wolle sie spontan entscheiden. Bis jetzt landete die gebürtige Serfauserin aber meistens irgendwo in Italien. Damit ihre Work-Life-Balance nicht zu kurz kommt, habe sie aber mit ihrem Lebensgefährten schon jetzt eine lange Reise für nächstes Jahr im Frühling in Planung.

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Schauspieler Rafael Haider findet Erholung an Kraftplätzen in Tirol und Wien.
© rafael Haider

Das Geheimrezept für einen gelungenen Urlaub lautet bei der 35-Jährigen jedenfalls: „Ein bisschen Kultur, ein bisschen Shopping und genügend Entspannung.“

Kreativität beweist Drehbuchautor und Regisseur Uli Brée in seiner Urlaubsplanung. Bei ihm haben Motorradreisen in vielfältiger Form Tradition. Im Sommer plant er mit den Kindern eine Art „Weltreise“ und wird sich aus diesem Anlass einen Atlas zulegen, welchen er dann mitnimmt auf die Motorradtour quer durch Österreich. „Und immer wenn wir irgendwo einkehren, zum Beispiel in Linz, holen wir unseren Atlas aus den Satteltaschen und halten blind den Finger auf irgendeine Karte. Wenn zum Beispiel der Finger auf Las Vegas gelandet ist, tun wir einfach so, als wäre Linz Las Vegas“, schmunzelt Brée. „Falls wir unser Geld nicht komplett an einen Einarmigen Banditen verloren haben, reisen wir am nächsten Tag weiter und lassen uns wieder überraschen. Wer weiß, vielleicht wird ja aus Amstetten plötzlich das Amazonasgebiet, aus Perg Peru und aus Knittelfeld Chicago“, lacht der 56-Jährige.


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