Bau gestartet: Sölden braut ab Herbst sein eigenes Bier

Am Montag wurde der Kran zum Bau der Brauerei in Sölden aufgestellt. Ab November soll die Produktion voll anlaufen.
© Bäckelar Brewery

Sölden – Seit drei Jahren arbeiten Florian Schmisl und Simon Gstrein an ihrem Projekt. Der gelernte Koch Florian machte bei Starkenberger seine Ausbildung zum Bierbrauer, Simon als Geschäftsführer ist Biersommelier. Am Montag fuhren nun die Baumaschinen im Sölder Gewerbegebiet auf: Es entsteht eine kleine Brauerei, die pro Sudvorgang 20 Hektoliter „Sölsch“ produzieren wird. 1,5 Millionen Euro werden insgesamt investiert, über den Regioverein gibt es auch eine 20-prozentige Förderung für die eigentliche Brauanlage um 660.000 Euro. „Wir wollen ab November jährlich eine Viertelmillion Liter obergäriges Bier nach Kölscher Brauart brauen“, erklärt Gstrein den Namen „Sölsch“.

Gebraut wird in der „Bäckelar Brewery“ schon länger. Nun soll das Ganze aber richtig professionell werden. Allein in den familieneigenen Gastronomiebetrieben rechnet Gstrein mit einem Bedarf von bis zu 70.000 Liter pro Jahr, beliefern will er auch den Moped-Marathon und das Opening der Bike Republic Sölden.

Gebraut wird mit Sölder Wasser, das einen idealen Härtegrad aufweist. Geplant ist, die Gerste aus Tirol oder Bayern „regional“ zu verwenden. Beim Hopfen gibt es Gespräche mit einem Bauern aus Umhausen, sagt Gstrein, der insbesondere auch dem Regioverein Imst für die „große Hilfe“ bei der Realisierung der Pläne und den Förderungsansuchen dankt.

In Sölden ist mittlerweile die Bausaison voll ausgebrochen, wie Bürgermeister Ernst Schöpf feststellt. „Es wird recht munter gebaut, die Baufirmen werden im Herbst ganz zufrieden sein.“ Zurückgestellt sei nur das Restaurant der Mittelstation der Gaislachkogelbahn. (pascal)

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