Hondas neue Jazz-Generation: Hybridisiertes Raumwunder

Im Juni rollt die neue Jazz-Generation zu den Händlern. Die Komfort-Highlights wie die versenkbaren Rücksitze (Magic Seats) bleiben erhalten, der Antrieb ist ein innovativer.

Erstmals im Programm des Honda Jazz: der Crosstar mit erhöhter Bodenfreiheit, wasserabweisenden Sitzbezügen und einer Dachreling.
© Werk

Innsbruck – Der Jazz war schon immer der etwas andere Kleinwagen, das begann bereits in den achtziger Jahren des vorigen Jahrhunderts. Damals offerierte Honda eine spezielle dreitürige Kombilimousine. Deren Erfolg war allerdings überschaubar, für einige Jahre verschwand der Jazz wieder aus dem Programm. Im neuen Jahrtausend kehrte er zurück und konnte sich mit einem für seine Größe sensationellen Raumangebot einen Namen machen – dank Van-Anleihen und einigen innovativen Ideen. Eine davon sind die so genannten Magic Seats, also versenkbare Rücksitze, die die Variabilität des Fahrzeugs immens erhöhen. Diese Errungenschaft findet sich auch in der (inoffiziell) vierten Generation wieder, die im Juni bei uns auf den Markt kommt, und zwar ab Werk. Der Laderaum fasst zwischen 298 und 1205 Liter.

Im Großen und Ganzen hat sich gegenüber dem Vorgänger jedoch einiges verändert. Das fängt beim Design an, geht weiter mit dem Infotainmentsystem sowie der Ausstattung mit den Fahrerassistenzsystemen und findet seinen würdigen Abschluss beim innovativen Antriebssystem. Dabei wollen wir nicht unterschlagen, dass Honda sich entschieden hat, zum Basis-Kleinwagen gleich ein Derivat zu offerieren: den Jazz Crosstar. Dabei handelt es sich um eine hochgestellte Version mit einem Schuss SUV-Optik, die darüber hinaus mit besonderer Innenausstattung und einer Dachreling glänzen kann.

Was die Formensprache anbelangt, wirkt der Jazz aufgeräumt und sehr überlegt. Der Kühlergrill selbst ist zurückhaltend gezeichnet, das Logo jedoch schmückt denselben in ordentlicher Größe. An den Flanken leuchten ab Werk LED-Scheinwerfer, darunter findet sich eine abgehobene Frontschürze mit unterem, trapezförmig gestaltetem Lufteinlass. Die schräge Ausführung der Motorhaube und die daran anschließende Windschutzscheibe erinnern einmal mehr an die traditionell gepflegte Van-Nähe, ins Auge sticht die zweigeteilte, schlank ausgeführte A-Säule, die zu mehr Übersicht verhelfen soll.

Innen dominieren digital gehaltene Anzeigen, insbesondere das 7-Zoll-TFT-Display hinter dem Lenkrad und das 9-Zoll-Zentraldisplay mit Touchfunktion auf der Mittelkonsole entsprechen dem Zeitgeist. Nicht zu knapp gehalten ist das Angebot an Sicherheitsfeatures, die allesamt unter dem Namen Honda Sensing ihren Eintrag finden. Zehn Airbags, diverse Spurhaltehilfen, Tot-Winkel-Warner, aktive Geschwindigkeitsregelanlage, Verkehrszeichenerkennung, erweiterter Notbremsassistent und einiges mehr machen den Jazz fit für die Bewegung auf der Straße.

In Europa offeriert Honda den Jazz ausnahmslos mit einem neuen Hybridsystem, das aus zwei Elektromotoren (109 PS) und einem Benzinmotor (98 PS) besteht. Die Beschleunigung erfolgt in 9,4 bis 9,9 Sekunden, der Verbrauch bewegt sich zwischen 4,5 und 4,8 Litern je 100 Kilometer, der CO2-Ausstoß liegt zwischen 102 und 110 Gramm je Kilometer.

Das Preisgefüge beginnt offiziell mit 21.990 Euro – für einen Kleinwagen recht vorwitzig. Aber auch das hat beim Jazz Tradition. (hösch)


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