ÖGB-Chef für "Tirol-Scheck" gegen Folgen der Corona-Krise

Bayern fordert einen reibungslosen Warentransport am Brenner: sowohl auf der Straße als auch auf der Schiene.
© TT/Böhm

Einen einkommensabhängigen „Tirol-Scheck“ in Höhe von bis zu 500 Euro sieht Tirols ÖGB-Vorsitzender Philip Wohlgemuth als wirksames Mittel zur Stärkung der Kaufkraft, dem Erhalt von Arbeitsplätzen und vor allem um die finanzielle Belastung abzufedern. Einlösbar soll die Gutschrift in allen Tiroler Geschäften, Dienstleistungsbereichen und Betrieben sein. Der ÖGB-Vorsitzende geht davon aus, dass rund 370.000 Tiroler anspruchsberechtigt wären und spricht von einem Wirtschaftsfaktor von 1,2. Die soziale Staffelung ist dem ÖGB-Vorsitzenden wichtig, von einem Gießkannen-Prinzip hält er wenig: „Wir wollen jenen unter die Arme greifen, die es wirklich brauchen.“

Die Landesregierung will das verlängerte Wochenende dafür nützen, um die Eckpfeiler für ein Konjunkturpaket in groben Zügen festzulegen. Jedenfalls wird zusätzliches Geld zum Hilfspaket von 400 Millionen Euro lockergemacht. Intensive Debatten soll es auch über die Tirol Holding „Lebensraum 4.0“ geben, schließlich erwartet sich die Regierung nachhaltige Impulse für den Standort Tirol.

Weil der Gütertransport wieder zunimmt, gibt Bayerns Verkehrsministerin Kerstin Schreyer vorsorglich einen Warnschuss nach Tirol ab. „Die Herausforderungen im Brenner-Transit müssen wir trotz Corona im Auge behalten, denn der grenzüberschreitende Güterverkehr wird wieder zunehmen und die Beschränkungen Richtung Brenner wie Fahrverbote wieder greifen“. Ziel sei nach wie vor ein reibungsloser Intermodaltransport entlang des Brenner-Korridors. Bayern habe jedoch nicht nachgelassen, an der Verbesserung der Rahmenbedingungen im grenzüberschreitenden Schienengüterverkehr zu arbeiten.

Erstmals gilt heute wieder ein Feiertagsfahrverbot für den Brennertransit. Naturgemäß protestieren Italiens Frächter. (pn)


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