Erst wird das Thermometer gezückt, dann warten die Bullen auf die WSG-Kicker

Die WSG Tirol bestreitet heute (17 Uhr) ihre Bundesliga-Generalprobe bei Meister Red Bull Salzburg. Für den Argentinier Ignacio Jauregui wird es das erste Match nach knapp einem Jahr Verletzungspause.

Am 24. Mai 2019 absolvierte Jauregui sein letztes Spiel für die WSG Tirol. Im gleichen Stadion, in dem er heute sein Comeback gibt.
© gepa

Von Tobias Waidhofer

Wattens, Salzburg – Treffpunkt zur Mittagsstunde, Fieber messen, das Gesundheitstagebuch ausfüllen und dann ab in den Mannschaftsbus – die WSG Tirol fährt heute zu einem Testspiel bei Meister Red Bull Salzburg. Wobei man es sogar als Geister-Testspiel bezeichnen muss, schließlich sind ab 17 Uhr in der Red Bull Arena keine Zuschauer erlaubt.

„Ich erwarte mir einen couragierten Auftritt“, erklärte gestern Trainer Thomas Silberberger. „Wir müssen uns trauen, auch wenn es schwierig ist – vor allem gegen den Ball. Das muss möglich sein.“ Das Match gegen den amtierenden Meister, der trotz aktuell Platz zwei in der tipico Bundesliga immer noch die beste Mannschaft im Land stellt, sei „die Krönung einer stimmigen und intensiven Trainingswoche“.

Besonders freuen auf den Auftritt in Salzburg wird sich heute wohl der Argentinier Ignacio Jauregui, der nach knapp einem Jahr Verletzungspause (endlich) wieder auf den grünen Rasen schreiten darf. Das letzte Match absolvierte der 24-Jährige vor knapp einem Jahr (24. Mai 2019) beim 2:1-Zweitliga-Sieg bei Liefering. „Jeder wird 45 Minuten spielen“, erzählt Silberberger. Fraglich sind heute die angeschlagenen Ione Cabrera und Clemens Walch. Das Match in Salzburg bleibt der einzige Test vor dem Bundesliga-Re-Start am 2. Juni mit dem Heimspiel gegen St. Pölten, weil die Liga nur jeweils ein Vorbereitungsspiel genehmigte. Dabei sind Vergleiche zwischen Meister- und Qualifikationsgruppen-Teilnehmern die Regel. Der LASK testet zum Beispiel am 27. Mai gegen St. Pölten.

Apropos LASK. Kurz vor Ablauf der Frist hat der Tabellenführer eine Stellungnahme zu der verbotenen Durchführung von Mannschaftstrainings abgegeben. Zudem reichten die Linzer auch vermeintlich belastendes Fotomaterial der Konkurrenz ein. Der Senat 1 prüfe nun diese Stellungnahme und wird auch mit jenen Clubs Kontakt aufnehmen, die im Zusammenhang mit den Fotos stehen. Der erste Verhandlungstermin soll ehestmöglich beschlossen werden.


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